In 80 Rhythmen um die Welt
Die Internationale Woche findet jedes Jahr in der ersten Hälfte des Sommersemesters statt. Fünf Tage lang erwartet das Publikum ein abwechslungsreiches Programm mit vielfältigen Veranstaltungsformaten, darunter Kaffee- und Kinderkonzert, interaktiver Workshop, Do-it-yourself, Get-together, internationaler Brunch, Tanzabend, Konzert und Filmvorführung.
Ziel der Internationalen Woche ist es, Neugier zu wecken und Raum zu geben, sich auf kreative Weise mit der Musik und den Lebensgewohnheiten fremder Kulturen zu beschäftigen.
Stöbern Sie durch unser Programm!
Dienstag, 28. April 2026
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Eröffnungspanel mit Felix Baumann (ZHdK) und Marvin Diz (New York)
- Vortrag Marvin Diz: The Rhythm Laboratory - Conscious Rhythm: Technique, Energy, and Spirituality
- Vortrag Felix Baumann: Rhythmisch-energetische Intensivierung in der Wiener klassischen Sonatenexposition. Beobachtungen zu Verlaufsgestaltung und Prozesshaftigkeit.
Üblicherweise ist die Besprechung von Sonatensätzen auf Motivik, Thematik, Harmonik und Form fokussiert. Was jedoch erschließt die Analyse des Rhythmus in diesem Zusammenhang?
Felix Baumann ist seit 1992 Professor für Komposition, Musiktheorie und Interpretation zeitgenössischer Musik an der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK. Er ist Leiter der Profile Komposition, Theorie, Sound Design und Tonmeister*in und betreut zusammen mit Isabel Mundry das Studio zeitgenössische Musik. In den letzten Jahren liegt sein Forschungsschwerpunkt im Bereich von Rhythmus, Metrik und zeitlichen Phänomenen im klassischen Sonatensatz. 2024 erschien sein Buch Rhythmisch-energetische Intensivierung: Zur Verlaufsform von Sonatenexpositionen in der Wiener Klassik.
Schwerpunkte seiner kompositorischen Arbeit sind die Erkundung von sich entfaltender Bewegung, die Beschäftigung mit Themen der Verständigung sowie das Hören an sich. Sein Oeuvre umfasst Arbeiten für verschiedenste Solo- und Kammermusikbesetzungen, mehrere Vokalwerke sowie Kompositionen für Orchester. Seine Werke wurden aufgeführt in Europa, Amerika, Asien und Australien.
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Geboren in Trient, absolvierte Prof. Massimiliano Rizzoli seine Ausbildung in seiner Heimatstadt unter der Anleitung von Prof. Mario Postinghel mit höchster Auszeichnung. Er perfektionierte sein Spiel bei M. Franco Petracchi an der Stauffer-Schule in Cremona und bei J. M. Rollez.
Sein Debüt in der Musikwelt erfolgte 1984, als er Mitglied des Internationalen Jugendorchesters Musicales wurde und an der italienischen Tournee dieses Jahres teilnahm.
Im Alter von 23 Jahren gewann er den Wettbewerb als erster Kontrabassist beim Haydn-Orchester in Trient und Bozen und bekleidete diese Position bis November 2001. Als Gewinner des Wettbewerbs des La Fenice in Venedig wurde er später für den Wettbewerb zur Lehre an italienischen Musikkonservatorien zugelassen. Er war Mitglied des Orchestra da camera di Mantova und arbeitete mit den wichtigsten Orchesterinstitutionen zusammen, darunter das Orchestra Nazionale Santa Cecilia in Rom, das Orchester der italienischen Schweizer Radio, das Orchester der Arena di Verona, das Orchester di Padova e del Veneto und das Chamber Orchestra of Europe.
Mit dem Teatro dell’opera di Roma nahm er als erster Kontrabassist am Salzburger Festival unter der Leitung von Maestro Riccardo Muti teil. Im Laufe der Jahre arbeitete er mit Dirigenten und Solisten wie B. Haitink, A. Battistoni, G. Kuhn, G. Antonini, A. Lonquich, M. Maisky, V. Mullova, E. Bronzi, A. Schiff und vielen anderen zusammen.
Seit 2001 unterrichtet er Kontrabass am Konservatorium für Musik F.A. Bonporti in Trient und war von 2017 bis 2023 Direktor des Konservatoriums für Musik Bonporti.
Er spielt einen Kontrabass von Giovanni Marcolongo (Padova) aus den späten 1800er Jahren.
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Groovige Einblicke in die Welt der Klezmermusik
mit Anja Günther
Wir tauchen ein in die facettenreiche Klangsphäre der Klezmermusik. Dies geschieht im Sinne der Stilistik über variable Lernwege, wie z.B. Spielen nach Gehör, Einbezug von Improvisation, freies Arrangement, flexible Rollenverteilung. Ein kurzweiliger Workshop, in dem Klezmermusik unter Einbezug von Gesang, Bodypercussion, Bewegung und Tanz (mithilfe der Ausdrucksweisen der Elementaren Musikpädagogik) erlebbar gemacht wird. Um Anmeldung (mit Angabe des Instruments) wird gebeten.
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mit Felix Baumann (Zürcher Hochschule der Künste)
Anhand der Analyse von rhythmischen Gegebenheiten wird im Workshop ein Verständnis für die Prozesshaftigkeit der Form erarbeitet und dabei erfahrbar gemacht, wie die rhythmisch-energetische Intensivierung die Musik der Wiener klassischen Sonatenexposition prägt, dramatisiert und strukturiert.
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Sonatas und Interludes für präpariertes Klavier mit Prof. Gottfried Rüll
Hier beginnt eine Reise in die Emotionalität der indischen Rasa-Tradition.
Nachdem John Cage sich mit den Lehren des indischen Kunsthistorikers Ananda K. Coomarashwamy sowie mit der indischen Philosophie im allgemeinen auseinander gesetzt hatte, komponierte er unter diesem Einfluss die Sonatas und Interludes.
Diese kurzen Stücke sollten die neun permanenten Emotionen der indischen Rasa-Tradition ausdrücken, die beim Hören von Musik sowie beim Betrachten von Kunst allgemein als Reaktion entstehen.
- Liebe, Schönheit, Anziehung
- Humor, Freude, Heiterkeit
- Traurigkeit, Mitgefühl, Mitleid
- Zorn, Wut, Zerstörung
- Mut, Heldenmut, Tapferkeit
- Furcht, Angst, Schrecken
- Ekel, Abscheu
- Staunen, Verwunderung, Neugier
- Frieden, Ruhe, Erfüllung
Die Entstehung der Sonatas und Interludes beruht weitgehend auf Improvisation. Cage äußerte hierzu, er sammle Klänge, vergleichbar dem Sammeln von Muscheln am Strand. Diese zufällig gefundenen Klangschattierungen brachte Cage gleichwohl in nachvollziehbare Formen.
Die "Präparation" erfolgt durch Anbringen verschiedener Metallteile (Schrauben etc.), sowie Gummi- und Plastikstückchen zwischen den Klaviersaiten. Die entstehenden Klänge erinnern an ein indonesisches Gamelan-Orchester.
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The Rhythm Laboratory - Conscious Rhythm: Technique, Energy, and Spirituality (Teil 1: offen für alle Instrumente)
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Eine interaktive Veranstaltung vom Studienbereich Alte Musik, mit Konzert und Mitmachteil!
Klassen Marie-Claire Bär le Corre, Prof. Anne Marie Harer und Prof. Björn Colell
Es spielen Studierende der Hochschule.
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Die Schlagzeugklasse (Klasse Prof. Radoslaw Szarek) präsentiert Werke aus verschiedenen Ländern, Zeiten und Stilistiken.
Mittwoch, 29. April 2026
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Genießen Sie internationales Fingerfood gemeinsam mit Freundinnen und Freunden, Kommilitoninnen und Kommilitonen und Kolleginnen und Kollegen im Foyer!
Für die musikalische Umrahmung sorgt das Duo KuKi, Capoeira mit Guilherme Carnascali.
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Geboren in Trient, absolvierte Prof. Massimiliano Rizzoli seine Ausbildung in seiner Heimatstadt unter der Anleitung von Prof. Mario Postinghel mit höchster Auszeichnung. Er perfektionierte sein Spiel bei M. Franco Petracchi an der Stauffer-Schule in Cremona und bei J. M. Rollez.
Sein Debüt in der Musikwelt erfolgte 1984, als er Mitglied des Internationalen Jugendorchesters Musicales wurde und an der italienischen Tournee dieses Jahres teilnahm.
Im Alter von 23 Jahren gewann er den Wettbewerb als erster Kontrabassist beim Haydn-Orchester in Trient und Bozen und bekleidete diese Position bis November 2001. Als Gewinner des Wettbewerbs des La Fenice in Venedig wurde er später für den Wettbewerb zur Lehre an italienischen Musikkonservatorien zugelassen. Er war Mitglied des Orchestra da camera di Mantova und arbeitete mit den wichtigsten Orchesterinstitutionen zusammen, darunter das Orchestra Nazionale Santa Cecilia in Rom, das Orchester der italienischen Schweizer Radio, das Orchester der Arena di Verona, das Orchester di Padova e del Veneto und das Chamber Orchestra of Europe.
Mit dem Teatro dell’opera di Roma nahm er als erster Kontrabassist am Salzburger Festival unter der Leitung von Maestro Riccardo Muti teil. Im Laufe der Jahre arbeitete er mit Dirigenten und Solisten wie B. Haitink, A. Battistoni, G. Kuhn, G. Antonini, A. Lonquich, M. Maisky, V. Mullova, E. Bronzi, A. Schiff und vielen anderen zusammen.
Seit 2001 unterrichtet er Kontrabass am Konservatorium für Musik F.A. Bonporti in Trient und war von 2017 bis 2023 Direktor des Konservatoriums für Musik Bonporti.
Er spielt einen Kontrabass von Giovanni Marcolongo (Padova) aus den späten 1800er Jahren.
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Kommt vorbei und tanzt mit uns Folkloretänze aus aller Welt! Keine Angst, es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Es sind alle herzlich willkommen und ihr könnt jederzeit miteinsteigen.
Keine Scheu, probiert es einfach aus, wir freuen uns darauf, mit euch zu toller Musik zu tanzen!
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mit Stefan Keller
Die Tabla ist das wichtigste Perkussionsinstrument in der sogenannten Hindustani-Musik, auch nordindische klassische Musik genannt. Der Workshop gibt einen Einblick in die faszinierende Klangvielfalt, die auf diesem Trommelpaar erzeugt werden kann, und in die einzigartige musikalische Sprache, die sich für dieses Instrument entwickelt hat. Dabei werden auch einige der wichtigsten Kompositions- und Improvisationstechniken vorgestellt.
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mit Josefina Legarra (Sopran)
Mar Compte (Klavier)Die katalanische Pianistin Mar Compte und die uruguayische Sängerin Josefina Legarra laden zu einer klangvollen Reise durch die Welt der iberoamerikanischen Musik ein – zwischen traditionellen Rhythmen und Poesie aus Spanien, Uruguay, Argentinien und Brasilien.
Das Programm vereint Lieder von Manuel de Falla, Joaquín Rodrigo und Carlos Guastavino mit bekannten Kompositionen wie „Alfonsina y el mar“ von Ariel Ramírez oder „Chiquilín de Bachín“ von Astor Piazzolla. -
In diesem Workshop zur Improvisation vermittelt der Pianist Hakan Ali Toker praxisnahe Zugänge zum freien und stilübergreifenden Improvisieren. Gearbeitet wird auf dem Transducer-Klavier, mit besonderem Fokus auf Klanggestaltung, erweiterte Spieltechniken und die Möglichkeit, mit Mikrotonalität zu experimentieren.
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Schlaginstrumente spielen in der europäischen klassischen Musiktradition ursprünglich nur eine marginale Rolle, und die Instrumente, die vor allem im 20. Jahrhundert zunehmend zum Einsatz kommen, sind praktisch ausnahmslos aus anderen Musiktraditionen importiert. In diesem Workshop versuche ich ausgehend von meiner eigenen kompositorischen Arbeit Wege aufzuzeigen, wie die jeweilige Idiomatik dieser Instrumente und die rhythmische Funktionsweise der Musik, aus der sie ursprünglich stammen, fürs Komponieren fruchtbar gemacht werden kann. Dabei wird es, neben der Tabla, vor allem um Traditionen des Drumsets, aber auch kubanischer und afrikanischer Schlaginstrumente gehen.
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The Rhythm Laboratory - Conscious Rhythm: Technique, Energy, and Spirituality (Teil 2: für Schlagzeuger)
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mit Hakan Ali Toker (Klavier und Elektronik)
Erleben Sie den Pianisten Hakan Ali Toker in einem einzigartigen Konzert zwischen Tradition und Innovation! Inspiriert von türkischer Musik und komplexen Rhythmen entfaltet er auf einem Transducer-Klavier faszinierende mikrotonale Klangwelten. Ein außergewöhnlicher Abend für neugierige Ohren!
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created by Ukrainian filmmakers as part of the ELIA's UAx Platform (https://elia-artschools.org/page/UAx)
Cast & crew
Director – Daria Holosko
Producer – Solomiia Kozolup
Cinematographer – Solomiia Kozolup, Daria Holosko
Light – Dmytro Shovgelia, David Golovinov
Sound – Daria Senchylo, Maksym Puholovko
Editor – Daria Holosko
Sound engineer – Daria Senchylo
Color – Oleksandra Dylkova
Composer – Pavlo Tuzov
Maria Martyniuk - a student of National Academy of Fine Arts and Architecture in Kyiv
Valeria Vivcharyk - a student of Kyiv Municipal Academy of Variety and Circus Arts
Sofia Kharkovets - a student of Lviv National Academy of Arts
Anna Vermenych - a student of Lviv National Academy of Arts
Vladyslav Nikorchuk - a student of Kharkiv State Academy of Design and Arts -
Musik aus dem Iran, Israel, Syrien und Deutschland
Mitwirkende: Gal Dornay, Aeham Ahmad, Joscha Morgenthaler
anschließend Gesprächsrunde im EMP-Saal
Donnerstag, 30. April 2026
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In 80 Rhythmen um die Welt mit dem Kinderchor
Der Kinderchor der HfM Nürnberg und der Kinderopernchor des Staatstheater Nürnberg laden gemeinsam ein zu einer Reise um die Welt.
Teilnahme nur mit Anmeldung (internationale Woche) möglich. -
mit Claire Bryant und Molly Morkoski (Atlanta)
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Nahe Klänge aus Korea: Janggu und Gayageum
mit WooIn Cho, Hanmin Cho, Joon Lee, Yoon Jang und Hanbyul Eom (Korea)
In der koreanischen traditionellen Musik ist Rhythmus nicht auf Takt oder Metrum reduzierbar, sondern als Ausdruck historisch gewachsener innerer Empfindungsprozesse zu verstehen. In der koreanischen traditionellen Volksmusik hat sich daraus ein differenziertes und strukturbildendes Rhythmussystem entwickelt.
Der Workshop konzentriert sich auf die koreanische traditionelle Volksmusik und stellt mit Janggu und Gayageum zwei zentrale Instrumente dieses Rhythmusverständnisses vor. Neben grundlegenden organologischen Aspekten werden ihre praktische Anwendung sowie ihre kulturellen Hintergründe behandelt.
Ein abschließendes Minikonzert umfasst Uraufführungen zweier zeitgenössischer Komponisten sowie Aufführungen koreanischer traditioneller Volksmusik. -
In 80 Rhythmen um die Welt mit dem Kinderchor
Der Kinderchor der HfM Nürnberg und der Kinderopernchor des Staatstheater Nürnberg laden gemeinsam ein zu einer Reise um die Welt.
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Mit zwei Stimmen kreieren wir Harmonien, die von Gitarre und Perkussion untermalt und umspielt werden. Wir interpretieren Klassiker des lateinamerikanischen Folklore, Jazz-inspirierte Stücke junger, spanischer/lateinamerikanischer Musikerinnen und eigene Songs. Uns inspirieren die Zyklen der Natur und die Vergänglichkeit des Moments. Rhythmisch bewegen wir uns dabei von Elementen des brasilianischem Baião bis zur argentinischen Chacarera.
Joscha Morgenthaler - percussion
Isabel Deverell - voice
Sonja Barth - guitar, voice
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Schumann-Lieder und -Bearbeitungen für Violoncello von David Garner (Atlanta)
Viktoria Winroth, Sopran (Klasse Prof. Brigitte Geller) und Hektor Nordfors, Bariton (Internationales Opernstudio), Jino Kim (Klavier)
Gäste: Claire Bryant, Cello (Atlanta), Molly Morkoski, Klavier (Atlanta)
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Film von Jesse Freeman (Atlanta)
Ein Dichter inspiriert einen Komponisten, der wiederum einen Bildhauer inspiriert, welcher wiederum einen Komponisten inspiriert. Eine Linie der Inspiration zeichnet den unbeschreiblichen und doch unverkennbaren Einfluss nach, der Künstler über zwei Jahrhunderte, drei Sprachen und zwei Kontinente hinweg miteinander verbindet.
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Wo der Bass die Sonne trifft
Konzert mit den Kontrabass-Klassen Prof. Michail-Pavlos Semsis (Nürnberg) und Prof. Massimiliano Rizzoli (Trient)
Costin Filipoiu, Klavier
anschließend Tanz in den Mai in der Cafeteria -
Für alle, die den Groove und das afrocubanische Feeling spüren und unter professioneller Anleitung die ersten Schritte wagen wollen! Steffie und Aleks sind Salsa-Profis und werden alle Interessierten in einem ca. einstündigen Workshop anleiten, so dass im Anschluss gleich die Anwendung des Gelernten beim Tanz in den Mai gelingt. Dort gibt es eine Performance der Profis und die Latin Combo spielt stilecht zum Tanz auf.
Teilnahme ist auch ohne Tanzpartner*in möglich! Bitte mitbringen: saubere Tanz- oder Turnschuhe.
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Die Latin Combos der Jahrgänge 2024/25 und 2025/26 unter der Leitung von Roland Peil laden ein zum Tanz in den Mai!
Freitag, 1. Mai 2026
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Choro-Workshop - Eintauchen in die Welt der brasilianischen Instrumentalmusik
Choro ist ein lebendiger und facettenreicher Musikstil, der Ende des 19. Jahrhunderts in Brasilien entstand und mit seinen eingängigen Melodien, raffinierten Harmonien und virtuosen Improvisationen begeistert. Ursprünglich in Trio-Besetzung mit Flöte, Gitarre und Cavaquinho gespielt, wurde das Ensemble später um Klarinette, Mandoline, siebensaitige Gitarre und Pandeiro erweitert. Heute ist die Besetzung noch vielseitiger – Streich-, Blas oder weitere Rhythmusinstrumente können den Choro auf ihre eigene Weise bereichern.
Als eine der ersten urbanen Musikformen Brasiliens ist Choro die Wurzel vieler späterer Stilrichtungen wie Samba, Bossa Nova und MPB. Besonders die Phrasierung im Choro – mit ihren feinen rhythmischen Verschiebungen und melodischen Verzierungen – bildet eine essenzielle Grundlage für das gesamte brasilianische Musikgefühl.
In unserem Workshop sind alle willkommen, die ein Melodie- oder Begleitinstrument spielen und in die Vielfalt des Choro eintauchen möchten. Der Kurs beginnt mit einer Phase in zwei Gruppen, in der Melodie- und Begleitstimmen separat erarbeitet werden. Am Ende kommen alle Teilnehmer*innen zusammen, um das Gelernte in einem gemeinsamen Spiel umzusetzen.
Die Noten können bei Bedarf vorab verschickt werden.Mit:
Marie-Kristin Burger (Flöte / Melodieinstrumente)
Eduardo Pinheiro (Gitarre, Cavaquinho, 7-chordas / Begleitinstrumente)
Highlight in diesem Jahr ist die Präsentation eines Choros beim anschließenden „Cooking“ der Internationalen Woche 2026.
Unsere Gruppe „Choro Tuiuiú“ bietet einen Einblick in Choro und die typische „Roda de Choro“ – die musikalische Runde, in der Choro traditionell gespielt wird. Lass dich von der Spielfreude dieser Musik mitreißen und entdecke neue Ausdrucksmöglichkeiten auf deinem Instrument!
https://www.youtube.com/@ChoroTuiuiu
Eine Anmeldung vorab ist erwünscht: choronuernberg(at)gmail.com
(Spontan Entschlossene sind aber natürlich auch sehr herzlich willkommen) -
Global Grooves ist eine interaktive Installation des Labors für Künstliche Kreativität und musikalische Interaktion. Über eine Weltkarte werden ausgewählte Regionen aufgerufen, aus denen kurze rhythmische Patterns KI-gestützt generiert und von RoboPercussion performt werden. Das Projekt zeigt, wie KI im Musikbereich mit Fragen von Repräsentation, Kontext und Datensatzerstellung zusammenhängt – und macht diese Themen unmittelbar hör- und erfahrbar.
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Hier wird gemeinsam gekocht und gegessen. Bringt mit, was in Eurem Kühlschrank übrig ist und wir zaubern etwas daraus! In diesem Improvisationsworkshop (er-)finden wir Zutaten und Bestandteile eines internationalen Buffets und lernen uns und unsere Kulturen besser kennen. Enjoy!
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mit Natalie Roe (Komponistin) und Fiona Zimmermann
Wie erleben wir Zeit in der Musik? Und welche Rolle spielt der Puls als verbindendes Element? Im ersten Teil stellt Fiona Zimmermann ihr aktuelles Projekt vor und zeigt, wie sich musikalische Zeit im Zusammenspiel von Klang, Raum und Publikum entfaltet. Im zweiten Teil gibt die Komponistin Natalie Roe Einblick in ihre künstlerische Arbeit und erläutert unterschiedliche Behandlungen des Pulses in ihrer akustischen und elektronischen Musik. Der Workshop findet auf Englisch statt.
Englisch:
How is time perceived in music? What role does pulse play as a connecting element?
This workshop offers insight into different perspectives on pulse, time, and perception in the concert context. In the first part, Fiona Zimmermann presents her current project and explores how musical time is experienced through the interplay of sound, space and audience.
In the second part, the composer Natalie Roe shares insights into her artistic practice, speaking from within her work and illustrating different approaches to pulse through her acoustic and electronic music. The workshop will be held in english.
Samstag, 2. Mai 2026
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mit David Garner (Atlanta)
Composer David Kirkland Garner explores microtiming, the tiny shifts within a beat that shape groove, expression, and our sense of musical time across many musical traditions. He introduces recent research showing how these subtle timing differences can be measured and understood before demonstrating how these ideas can be brought into composition, including his own approach to creating music through finely controlled rhythmic “drift” within the beat.
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mit Pau Orriols (Spanien)
Im Workshop vermittelt der katalanische Musiker Pau Orriols die Grundlagen des Spiels von Einhandflöte und Trommel (Flabiol i Tambori).
Die Kombination Einhandflöte und Trommel ist ein historisch bedeutendes Element europäischer Musikkultur, das insbesondere im Kontext der mittelalterlichen Wandermusik verbreitet war. Diese Praxis ermöglichtes, Melodie und Rhythmus gleichzeitig von einer Person auszuführen. Also, ein „Ein-Mann-Orchester“ das allein ein Ball tragen kann!
In vielfältigen regionalen Ausprägungen überliefert, steht sie heute sowohl für kulturelle Kontinuität als auch für deren künstlerische Weiterentwicklung.
Anschließenden im Konzert um 16 Uhr wirkt er gemeinsam mit der Querflöten- und Schlagzeugklasse mit. Das Programm vereint klassische, traditionelle sowie Volksmusik. -
Musik aus Brasilien, Argentininen und Spanien
Gitarrenklasse Andreas Fischer
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Das Trio bestehend aus Chris Schmitt (Bluesharp), Norbert Meyer Venus (Kontrabass) und Lilo Kraus (Konzertharfe) spielt Ländler aus dem Bayerischen und Böhmischen, Tangos aus Kuba und groovige Bluesnummern vom Mississippi und aus Franken.
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Studierende der Klassen Prof. Marcos Fregnani, Prof. Alice Morzenti und Prof. Radoslaw Szarek
Gast: Pau Orriols
Im Workshop von 12-15 Uhr vermittelt der katalanische Musiker Pau Orriols die Grundlagen des Spiels von Einhandflöte und Trommel (Flabiol i Tambori).
Die Kombination Einhandflöte und Trommel ist ein historisch bedeutendes Element europäischer Musikkultur. Diese Praxis ermöglichtes, Melodie und Rhythmus gleichzeitig von einer Person auszuführen. Also, ein „Ein-Mann-Orchester“ das allein ein Ball tragen kann!
Anschließenden im Konzert „Tradition und Gegenwart“ wirkt Pau Orriols gemeinsam mit der Querflöten- und Schlagzeugklasse mit. Das Programm vereint klassische, traditionelle sowie volks-Musik. -
Zum Abschlusskonzert der Internationalen Woche spielt u. a. das Sinfonieorchester der HfM Nürnberg.
Programm:
Natalie Roe: „Translucent“
Chen Gang: „Golden Furnace“ (*1935)
Sergej Prokofjew (1891-1953); „Allegro brusco“ aus der Sonate für Violine und Klavier in f-Moll, op. 80
Trio las Tangaras
David Garner: „Melt”
Maurice Ravel: „Bolero“
Programmflyer
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Programmflyer Internationale Woche 2026
Größe:360 KB pdf
Rückschau Internationale Woche 2025
Matthias Boch und Simon Preisinger, Kamera
Jan von Stebut, Schnitt
Fiona Zimmermann, Simona Hellwig und Ludwig Seyfarth, Assistenz
Dorothée Binding, Regie