Die Hochschule für Musik Nürnberg ist ein künstlerisch-wissenschaftlicher Studien- und Arbeitsort mit verschiedenen Funktionsebenen in Kunst, Lehre, Wissenschaft und Verwaltung. Auf all diesen Ebenen ist das gleichberechtigte, vertrauens- und respektvolle Miteinander der Angehörigen, Mitglieder und Gäste der Hochschule ausdrückliches Leitprinzip.
Die Hochschule für Musik Nürnberg lehnt alle Formen von Diskriminierung und Machtmissbrauch strikt ab und tritt ihnen aktiv entgegen.
Die HfM Nürnberg erkennt Machtmissbrauch und Diskriminierung als ein gesamtgesellschaftliches Problem an. Dabei ist sie sich bewusst, dass die große individuelle Nähe, die emotionale Aufladung und die starke Körperlichkeit sowie die besonderen Strukturen und Abhängigkeitsverhältnisse im künstlerischen Ausbildungsbetrieb in besonderem Maße anfällig sind für alle Formen von Machtmissbrauch und Diskriminierung. Die Hochschule duldet diesen Missbrauch in keiner Form. Alle Mitglieder der Hochschule sind daher in besonderem Maße dazu aufgefordert, an der Gestaltung eines wertschätzenden und gewaltfreien Arbeits- und Studienumfeldes mitzuwirken, das Raum für künstlerische Entfaltung bietet.
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Richtlinie zur Verhinderung von Machtmissbrauch
Größe:178 KB pdf
Hochschulübergreifende Studie zu Erscheinungsformen und Prävention von Machtmissbrauch an den deutschen Musikhochschulen
Wer sind wir?
Das IPP ist ein unabhängiges sozialwissenschaftliches Forschungsinstitut in München mit einem Arbeitsschwerpunkt in der Forschung zu (sexualisierter) Gewalt in pädagogischen Institutionen (https://www.ipp-muenchen.de/). Ansprechpartner*innen für die Studie sind Charlotte Müller, Helga Dill und Kathrin Weinhandl. Sie erreichen sie unter rkm(at)ipp-muenchen.de, 089-54359770.
Worum geht es?
Erfahrungsberichte zeigen: Machtmissbrauch, sexualisierte Gewalt und Diskriminierung kommen an allen Hochschulen vor. Einige Studien deuten darauf hin, dass es an Musikhochschulen außerdem spezifische Risikofaktoren gibt. Die Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen (RKM) möchte nun Klarheit schaffen: Welchen Umfang haben Machtmissbrauch, sexualisierte Gewalt und Diskriminierung an den RKM-Hochschulen? Welche spezifischen Risikofaktoren gibt es an Musikhochschulen? Wo greifen die bisherigen Maßnahmen der Hochschulen und wo müssen andere Wege gefunden werden? Diese Fragen erforscht das Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) München im Auftrag der RKM in einer unabhängigen Studie.
Was wird gemacht?
Das IPP führt eine Onlinebefragung an allen teilnehmenden Hochschulen und qualitative Fallstudien an ausgewählten Hochschulen durch. Befragt werden Studierende und Lehrende an den teilnehmenden Hochschulen. Vom 4.5. bis 31.5.2026 besteht die Möglichkeit, an der Onlinebefragung teilzunehmen und Ihre Erfahrungen und Beobachtungen mit Machtmissbrauch, Diskriminierung und/oder sexualisierter Gewalt an ihrer Hochschule zu teilen. Die Befragung ist absolut anonym. Ein Rückschluss auf Personen ist nicht möglich. Die Befragten erhalten von ihrer Hochschule einen Link mit einem Zugangscode zu der Befragung. Persönliche Daten – Name, E-Mail-Adresse – werden nicht an das IPP oder die RKM weitergegeben. Auch für kleine Fächergruppen wird sichergestellt, dass keine Rückschlüsse auf Personen möglich sind. Die Vorgaben des gesetzlichen Datenschutzes werden vom IPP eingehalten. Die Ergebnisse der Studie werden voraussichtlich im Frühjahr 2027 öffentlich gemacht und den beteiligten Musikhochschulen zur Verfügung gestellt.
Inhaltshinweis
Die Onlinebefragung befragt Inhalte, die emotional belastend sein können – insbesondere für Personen mit entsprechenden Erfahrungen. Sie können die Teilnahme jederzeit ohne Nachteile abbrechen. Wenn Sie Unterstützung in Anspruch nehmen möchten, wenden Sie sich bitte an eine Beratungsstelle (Ihrer Hochschule). Ihr Wohlbefinden hat Vorrang.
Was können Sie tun?
Je mehr Studierende und Lehrende an der Befragung teilnehmen, desto aussagekräftiger werden die Ergebnisse. Deshalb bitten wir Sie herzlichst, an der Befragung teilzunehmen und im Rahmen Ihrer Möglichkeiten für eine Teilnahme bei Ihren Kolleg*innen/Kommiliton*innen zu werben.
Herzlichen Dank im Voraus für Ihre Mitarbeit!
Kampagne NEIN zu! JA zu!
ZU
AUGENHÖHE
Machtgefälle gibt es überall und in den verschiedensten
Facetten. Augenhöhe entsteht dann,
wenn wir unseren Umgang miteinander nicht von
diesen Unterschieden bestimmen lassen. Wir
wollen ein Umfeld schaffen, in dem verantwortungsvoll
mit Macht umgegangen wird, damit wir
uns alle auf Augenhöhe begegnen können.
DU AUCH?
Hier geht es zum Beratungsangebot und zu den Ansprechpersonen zu den Themen Verhinderung von Machtmissbrauch, (sexualisierter) Gewalt, Belästigung und Diskriminierung.
Respektvolle und erfolgreiche Kommunikation
Die Grundlage für einen respektvollen Umgang miteinander ist wertschätzende und achtsame Kommunikation. Weitere Hinweise finden sich hier.