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Nachricht Forschung Hochschule Virtuelle Hochschule Bayern hat KI erfolgreich in Online-Kursen erprobt

v.l.: Prof. Dr. Kai Fischbach (Präsident vhb), Prof. Dr. Hendrik Drachsler (DIPF), Dr. Steffi Widera (Geschäftsführerin vhb) Foto: Julia Salzmann-Sow, Quelle: vhb

Mit ihrem Förderprogramm „KI meets vhb: Experimentelle Ansätze in der Online-Lehre ermöglichen“ hat die Virtuelle Hochschule Bayern (vhb) den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der hochschulübergreifenden Online-Lehre systematisch erprobt. Insgesamt 33 Projekte unter Beteiligung von 29 bayerischen Hochschulen wurden gefördert, um KI-Anwendungen in digitalen Lehr- und Lernsettings von CLASSIC vhb- und OPEN vhb-Kursen zu entwickeln, zu testen und wissenschaftlich zu evaluieren. Die Ergebnisse wurden nun auf der Abschlusstagung am 25. und 26. Juni 2026 in Bamberg vorgestellt.

33 geförderte Projekte zeigen Potenziale von Künstlicher Intelligenz für die hochschulübergreifende digitale Lehre

Die Bandbreite der geförderten Projekte reichte von der Integration von KI-gestützten Tutorensystemen über Anwendungen zur Analyse medizinischer Bilddaten bis hin zu digitalen Sprach- und Dialogtrainern. Weitere Projekte setzten KI gezielt zur Unterstützung von Recherche, Wissensstrukturierung und kritischer Analyse ein. Ziel des Förderprogramms war es, neue Lerninhalte, innovative Lehransätze und zukunftsweisende Wege des Lernens für die asynchrone Online-Lehre zu erschließen.

Von den Entwicklungen profitieren sowohl Studierende bayerischer Hochschulen, die die curricularen CLASSIC vhb-Kurse nutzen, als auch Weiterbildungsinteressierte weltweit über die frei zugänglichen OPEN vhb-Angebote. Im Mittelpunkt der Förderung standen praktische Ansätze zur Integration bestehender KI-Systeme, zur Erweiterung von Datenbasen sowie zum Training KI-gestützter Anwendungen im Kontext der Hochschullehre.

Ein zentrales Element des Programms waren verpflichtende Begleitanalysen und Evaluationen zur Wirksamkeit des KI-Einsatzes. Untersucht wurde unter anderem, in welchen Bereichen KI die asynchrone Online-Lehre besonders unterstützen kann, etwa bei der Individualisierung von Lernprozessen, der Förderung von Engagement und kritischem Denken oder beim Lernerfolg.

Im Fokus der Tagung standen die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitforschung, die in sechs Panels präsentiert wurden. Themen waren unter anderem Forschungs- und Befragungsdesigns der Evaluationen, Auswirkungen von KI auf Lehrveranstaltungsdesign und -durchführung sowie die Akzeptanz KI-gestützter Lernangebote. Darüber hinaus wurde die Qualität von KI-Interaktionen und der pädagogische Mehrwert interaktiver KI-Anwendungen analysiert. Die Tagungsbeiträge selbst wurden KI-gestützt live ausgewertet und von der KI zusammengefasst. Die gewonnenen Erkenntnisse flossen in die Abschlussdiskussion ein und wurden dort kritisch reflektiert.

Die Projektergebnisse verdeutlichen: KI ist zum integralen Bestandteil der Hochschullehre geworden und kann sie substanziell weiterentwickeln, wenn didaktische Expertise, technologische Innovation und wissenschaftliche Evaluation Hand in Hand gehen. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen zudem in einen Tagungsband ein, der den systematischen Einsatz von KI in der asynchronen Online-Lehre auch über die Landesgrenzen hinaus sichtbar machen wird.

Die Kurse, in denen die Projekte aus dem Programm „KI meets vhb“ umgesetzt wurden, werden in Form von Videos auf der OPEN vhb-Plattform präsentiert: https://open.vhb.org/course/view.php?id=510

Weitere Informationen zum Förderprogramm „KI meets vhb“: https://www.vhb.org/lehrende/kurse/ki-meets-vhb/