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Nachricht Hochschule Veranstaltung Two Faces of Opera: Konzertreise nach Südafrika

Auf Initiative und unter der Leitung von Prof. Guido Rumstadt, Professor für Orchester und Dirigieren, begeben sich ca. 30 Studierende unserer Hochschule von 22. September bis zum 5. Oktober 2026 auf eine Konzertreise nach Südafrika. Beim „Kick-off“-Termin am 11. Juli stimmten Sakhi Martins und Luzuko Mahlaba – beide kommen aus Südafrika und sind im Opernchor des Staatstheaters engagiert – die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die bevorstehende Reise ein.

Gemeinsames musikalisches Projekt: „Two Faces of Opera“

In Zusammenarbeit mit der North-West University (NWU) in Potchefstroom wird das Projekt „Mozart to Verdi: Two Faces of Opera" erarbeitet und mehrmals in Südafrika aufgeführt. Inhaltlich setzt sich das Projekt aus dem Finale II aus Mozarts „Le Nozze di Figaro", dem 1. Akt aus Verdis „La Traviata" und der Ouvertüre von „La Forza del Destino“ zusammen. Die Rollenverteilung ist dabei klar aufgeteilt: Das Orchester kommt von der HfMN, die Gesangspartien und den Chor übernehmen ca. 30 NWU-Studierende. 

Nach eigenständiger Vorbereitung in beiden Ländern finden die gemeinsamen Schlussproben in Potchefstroom statt. Es folgen dort zwei Aufführungen beim „Aardklop-Festival“  sowie eine weitere in der Kapstadt-Region beim „Wordfees-Festival“ in Stellenbosch. 

Kulturelles Rahmenprogramm

Ergänzt wird die künstlerische Zusammenarbeit durch landeskundliche Exkursionen u. a. zum Apartheid-Museum, nach Robben Island und in den Pilanesberg-Nationalpark. Dieses Rahmenprogramm ermöglicht eine vertiefte Auseinandersetzung mit Geschichte, Kolonialerbe und gesellschaftlicher Transformation Südafrikas − einem Thema, das für Studierende einer deutschen Hochschule auch im Vergleich mit unserer Wiedervereinigungsgeschichte besondere Relevanz besitzt.

Benefits

Das Projekt ist in mehrfacher Hinsicht gewinnbringend, denn es wird einerseits die institutionelle Vertiefung der bestehenden Hochschulpartnerschaft HfMN–NWU angeregt, andererseits die interkulturelle und künstlerische Handlungskompetenz der Studierenden gestärkt sowie die internationale Berufsfähigkeit durch Bühnenerfahrung im interkulturellen Kontext gefördert.

Konzertreisen in den Globalen Süden sind im deutschen Musikhochschulbereich selten. Südafrika bietet einen einzigartigen Kontext für interkulturelles Lernen jenseits etablierter europäischer Austauschformate. Die gewachsene Partnerschaft mit der NWU unterscheidet das Projekt von kurzfristigen Einzelinitiativen. 

Projektförderung

Unterkunft und lokale Logistik werden durch die NWU sowie weitere Unterstützer mitgetragen. Das Gesamtprojekt wird durch einen Zuschuss des DAAD im Rahmen des Programms Konzertreisen mitfinanziert und ist gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).

Unser Dank gilt darüber hinaus der Gesellschaft der Förderer der Hochschule für Musik Nürnberg e. V., der Streicherstiftung der HfMN und der apoplex GmbH projects für die finanzielle Unterstützung dieser außergewöhnlichen Konzertreise.