Gemeinsames musikalisches Projekt: „Two Faces of Opera“
In Zusammenarbeit mit der North-West University (NWU) in Potchefstroom wird das Projekt „Mozart to Verdi: Two Faces of Opera" erarbeitet und mehrmals in Südafrika aufgeführt. Inhaltlich setzt sich das Projekt aus dem Finale II aus Mozarts „Le Nozze di Figaro", dem 1. Akt aus Verdis „La Traviata" und der Ouvertüre von „La Forza del Destino“ zusammen. Die Rollenverteilung ist dabei klar aufgeteilt: Das Orchester kommt von der HfMN, die Gesangspartien und den Chor übernehmen ca. 30 NWU-Studierende.
Nach eigenständiger Vorbereitung in beiden Ländern finden die gemeinsamen Schlussproben in Potchefstroom statt. Es folgen dort zwei Aufführungen beim „Aardklop-Festival“ sowie eine weitere in der Kapstadt-Region beim „Wordfees-Festival“ in Stellenbosch.
Kulturelles Rahmenprogramm
Ergänzt wird die künstlerische Zusammenarbeit durch landeskundliche Exkursionen u. a. zum Apartheid-Museum, nach Robben Island und in den Pilanesberg-Nationalpark. Dieses Rahmenprogramm ermöglicht eine vertiefte Auseinandersetzung mit Geschichte, Kolonialerbe und gesellschaftlicher Transformation Südafrikas − einem Thema, das für Studierende einer deutschen Hochschule auch im Vergleich mit unserer Wiedervereinigungsgeschichte besondere Relevanz besitzt.
Benefits
Das Projekt ist in mehrfacher Hinsicht gewinnbringend, denn es wird einerseits die institutionelle Vertiefung der bestehenden Hochschulpartnerschaft HfMN–NWU angeregt, andererseits die interkulturelle und künstlerische Handlungskompetenz der Studierenden gestärkt sowie die internationale Berufsfähigkeit durch Bühnenerfahrung im interkulturellen Kontext gefördert.
Konzertreisen in den Globalen Süden sind im deutschen Musikhochschulbereich selten. Südafrika bietet einen einzigartigen Kontext für interkulturelles Lernen jenseits etablierter europäischer Austauschformate. Die gewachsene Partnerschaft mit der NWU unterscheidet das Projekt von kurzfristigen Einzelinitiativen.
Projektförderung
Unterkunft und lokale Logistik werden durch die NWU sowie weitere Unterstützer mitgetragen. Das Gesamtprojekt wird durch einen Zuschuss des DAAD im Rahmen des Programms Konzertreisen mitfinanziert und ist gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).
Unser Dank gilt darüber hinaus der Gesellschaft der Förderer der Hochschule für Musik Nürnberg e. V., der Streicherstiftung der HfMN und der apoplex GmbH projects für die finanzielle Unterstützung dieser außergewöhnlichen Konzertreise.
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