Der australische Bassbariton James Young etabliert sich rasant als einer der vielversprechendsten jungen Sänger seiner Generation.
In der Spielzeit 2025/2026 gehört er dem Ensemble des Theaters Heidelberg an, wo er als Don Alfonso in Mozarts Così fan tutte, als Dancaïro in Bizets Carmen und als Faninal in Strauss’ Der Rosenkavalier auf der Bühne zu hören ist. 2026 wird er außerdem als Basssolist in Brahms’ Ein deutsches Requiem und Beethovens 9. Sinfonie auftreten.
Im Jahr 2025 gab James am Theater Trier sein Rollendebüt als Dulcamara in Donizettis L’elisir d’amore – mit großem Erfolg. Der Volksfreund beschrieb ihn als „ein wahres Energiebündel … mit beeindruckender stimmlicher Kraft und komödiantischem Gespür“, während Eva-Maria Reuther schrieb, er sei „der Star des Abends – ein großartiger Dulcamara mit bemerkenswerter Präsenz und wunderbar geschmeidiger Stimme“.
In der Spielzeit 2024/25 war er Mitglied des Ensembles des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, wo er unter anderem als Sparck in Offenbachs Fantasio, Fiorello in Rossinis Il barbiere di Siviglia, Sciarrone in Puccinis Tosca und Schobiak in Ligetis Le Grand Macabre zu erleben war.
Im selben Jahr wurde er als erster Künstler überhaupt mit den beiden bedeutendsten Opernpreisen Ozeaniens in einem Jahr ausgezeichnet: dem Joan Sutherland & Richard Bonynge Bel Canto Award (Erster Preis und Publikumspreis) sowie der 101st Herald Sun Aria. OperaWire bezeichnete seinen Bel-Canto-Auftritt als „einen der besten in der 15-jährigen Geschichte des Wettbewerbs“ und hob seine stimmliche Kontrolle und dramatische Bandbreite hervor. Zudem erhielt er den Emerging Bass Award der International Opera Awards beim Concorso Lirico Internazionale di Portofino sowie den Dritten Preis (Richard E. McGinty Award) beim Houston Saengerbund Competition 2024.
Zu seinen früheren Auszeichnungen zählen der Zweite Preis (Richard Bonynge Award) und der Sonderpreis für Mozart/Händel beim Bel Canto Award 2023 sowie der Erste Preis und Publikumspreis beim German-Australian Opera Grant Competition.
Zu seinen jüngsten Bühnenpartien zählen die Titelrolle in Rachmaninows Aleko, der Sprecher in Mozarts Die Zauberflöte, Baculus in Lortzings Der Wildschütz und Masetto in Don Giovanni. Außerdem trat er in Yilin Yangs The Waves sowie in selten aufgeführten Werken von Carl Orff – darunter Prometheus und De temporum fine comoedia – beim Festival junger Künstler Bayreuth auf.
Vor seinem Wechsel nach Deutschland war James umfangreich in Australien und Asien tätig. Er unternahm große internationale Tourneen als Amonasro in Verdis Aida und als Il Conte di Almaviva in Mozarts Le nozze di Figaro durch China und trat in Australien u. a. als Presto in Poulencs Les Mamelles de Tirésias, als Luigi D’Albertis in Barry Conynghams Fly sowie als Masetto in Don Giovanni auf.
Er studierte bei Professor Susanne Kelling an der Hochschule für Musik Nürnberg, wo er Masterabschlüsse in Musiktheater und Konzertgesang erwarb, und ist Stipendiat bei Yehudi Menuhin Live Music Now sowie beim Marten Bequest.
Teilen