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Nachricht Personalia Giorgi Gvantseladze ist neuer Professor für Oboe

Foto: Zurab Gvantseladze

Mit Giorgi Gvantseladze übernimmt zum Wintersemester 2026/27 eine international profilierte Oboistenpersönlichkeit die Professur für Oboe an der Hochschule für Musik Nürnberg. Der 1984 in Tiflis geborene Musiker zählt zu den herausragenden Oboisten seiner Generation und verbindet orchestrale Präzision mit solistischer Ausdruckskraft und einer tiefen kammermusikalischen Neugier.

Seit 2010 ist Giorgi Gvantseladze Solo-Oboist des Bayerischen Staatsorchesters und prägt damit maßgeblich den Klang eines der renommiertesten Opern- und Konzertorchester Europas. Zuvor wirkte er als Solo-Oboist des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters sowie des Tbilisi Symphony Orchestra. Bereits mit 16 Jahren stand er in Georgien im Orchester auf der Bühne – ein früher Beginn einer Laufbahn, die ihn heute an die Spitze des internationalen Musiklebens geführt hat.

Weitere biografische Informationen finden Sie hier.

Wir haben ihm zu Beginn seiner neuen Tätigkeit ein paar Fragen gestellt:

Worauf freuen Sie sich im Hinblick auf Ihre neue Stelle besonders?

Ich freue mich besonders darauf, eine eigene Klasse aufzubauen und die Studierenden über mehrere Jahre begleiten zu dürfen. Es ist für mich etwas ganz Besonderes, die Erfahrungen, die ich als Solooboist, Kammermusiker und Solist im Laufe meiner künstlerischen Laufbahn sammeln durfte, an die nächste Generation weiterzugeben.
Dabei geht es mir nicht nur darum, Oboe zu unterrichten. Ich möchte die Studierenden bestmöglich auf den Beruf vorbereiten und ihnen die vielen Erfahrungen weitergeben, die man nicht aus Büchern lernen kann. Gleichzeitig freue ich mich darauf, gemeinsam mit den Studierenden zu wachsen, voneinander zu lernen und das musikalische Leben an der Hochschule aktiv mitzugestalten.
Es ist eine große Verantwortung, aber auch ein großes Privileg, Studierende auf ihrem Weg begleiten zu dürfen.

Welchen Eindruck haben Sie von der Nürnberger Musikhochschule?

Schon während des Berufungsverfahrens hatte ich den Eindruck, dass an der Hochschule für Musik Nürnberg sehr offen, wertschätzend und auf Augenhöhe miteinander umgegangen wird. Ich habe mich von Anfang an willkommen gefühlt und hatte in allen Gesprächen das Gefühl, dass hier nicht nur die fachliche Qualität, sondern auch der menschliche Umgang eine wichtige Rolle spielt.
Besonders beeindruckt hat mich die positive Atmosphäre und das große Engagement aller Beteiligten. Ich freue mich darauf, nun selbst Teil dieser Hochschule zu sein und die Kolleginnen und Kollegen sowie die Studierenden in den kommenden Monaten noch besser kennenzulernen.

Was sind Ihre Ziele/Visionen für Ihre Professur?

Mein Ziel ist es, eine Oboenklasse aufzubauen, in der sich die Studierenden musikalisch und persönlich weiterentwickeln können. Ich möchte sie bestmöglich auf ihren späteren Berufsweg vorbereiten – sei es für eine Tätigkeit im Orchester, in der Kammermusik oder als Solistinnen und Solisten – und dabei meine vielfältigen Erfahrungen als Musiker an sie weitergeben.
Besonders wichtig ist mir ein respektvoller und vertrauensvoller Umgang miteinander. Ich wünsche mir eine Klasse, in der Offenheit, gegenseitige Unterstützung und Freude am gemeinsamen Musizieren selbstverständlich sind. Jeder Studierende soll sich individuell entfalten können und gleichzeitig Teil einer Gemeinschaft sein, in der man voneinander lernt und sich gegenseitig stärkt.
Wenn meine Studierenden die Hochschule nicht nur mit einer fundierten musikalischen Ausbildung, sondern auch mit Selbstvertrauen, Neugier und Begeisterung für ihren Beruf verlassen, dann habe ich mein Ziel erreicht.