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Nachricht Die Hochschule für Musik Nürnberg trauert um Dr. Thomas A.H. Schöck

Quelle: FAU/Thomas Einberger

Die Hochschule für Musik Nürnberg trauert um Dr. jur. h.c. Thomas A.H. Schöck, den Vorsitzenden ihres Kuratoriums, der im Alter von 77 Jahren verstorben ist.

Thomas Schöck war der Hochschule über viele Jahre eng verbunden. Als langjähriges Mitglied und Vorsitzender des Kuratoriums begleitete er ihre Entwicklung mit großem Interesse, wachem Blick und persönlichem Engagement. Dabei verstand er sein Wirken stets weit über die formale Gremienarbeit hinaus. Für die Hochschulleitung war er ein verlässlicher und geschätzter Ansprechpartner, dessen Rat insbesondere bei strategischen Entscheidungen, hochschulpolitischen Fragen und der Suche nach neuen Wegen für die HfMN von großer Bedeutung war.

Mehr als 25 Jahre war Thomas Schöck Kanzler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und prägte die Hochschullandschaft der Region maßgeblich mit. Er kannte ihre Strukturen und politischen Zusammenhänge – vor allem aber kannte er die Menschen, die sie mitgestalteten. Diese umfassende Erfahrung sowie sein weitreichendes Netzwerk brachte er engagiert in seine Arbeit für die HfMN ein. Er öffnete Türen, stellte Verbindungen her und brachte Menschen zusammen, aus deren Begegnungen immer wieder neue Perspektiven und Möglichkeiten für die Hochschule entstanden. Auch außerhalb der unmittelbaren Hochschularbeit dachte er die HfMN stets mit: Begegnungen, Gespräche und Veranstaltungen wurden für ihn immer wieder zum Ausgangspunkt neuer Ideen, die er anschließend mit uns teilte und deren Umsetzung er mit großem Engagement unterstützte. Dabei war er klar in der Sache, aufmerksam und zugewandt im Gespräch und stets mit einem feinen Sinn für Humor.

„Thomas Schöck war für uns weit mehr als der Vorsitzende unseres Kuratoriums. Wir konnten ihn jederzeit anrufen, um seine Einschätzung bitten oder gemeinsam eine Idee weiterdenken. Und eigentlich brachte fast jede Begegnung mit ihm wieder einen neuen Gedanken mit sich: Thomas sah Möglichkeiten, stellte Verbindungen her und kannte häufig genau die Menschen, die eine Idee weiterbringen konnten. Er kannte unsere Hochschule und wusste zugleich sehr genau, was um uns herum geschieht. Diese Mischung aus Erfahrung, strategischem Blick, außergewöhnlicher Vernetztheit und persönlicher Zugewandtheit war etwas Besonderes“, sagt Prof. Rainer Kotzian, Präsident der Hochschule für Musik Nürnberg.

Dass ihm die Musikhochschule am Herzen lag, hatte auch mit seiner eigenen engen Beziehung zu Musik und Kultur zu tun. Über viele Jahre engagierte sich Thomas Schöck als Vorsitzender des Lehrergesangvereins Fürth sowie als Vorstandsmitglied der Stiftung Windsbacher Knabenchor und der Internationalen Gluck-Gesellschaft. Die Kulturlandschaft der Region kannte er somit nicht nur aus der Perspektive des Hochschulmanagers, sondern war selbst tief in ihr verwurzelt. Seine langjährige Erfahrung im Hochschulwesen, sein vielfältiges kulturelles Engagement und seine große persönliche Verbundenheit mit der HfMN spiegelten sich auch in besonderer Weise in seiner Arbeit im Kuratorium wider.

Über viele Jahre hat Thomas Schöck die Hochschule aufmerksam begleitet, klug beraten und tatkräftig unterstützt. Was er der HfMN an Erfahrung, Weitblick und persönlichem Engagement geschenkt hat, wird über seinen Tod hinaus nachwirken. Dafür sind wir ihm von Herzen dankbar. Wir werden seine Stimme und seinen Rat sowie die persönlichen Begegnungen mit ihm sehr vermissen.

Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und allen Menschen, die ihm nahestanden.