Durch die aktuell laufende wissenschaftliche Studie zu Machtmissbrauch an deutschen Musikhochschulen, die von dem unabhängigen Forschungsinstitut IPP München umgesetzt wird, werden erstmals flächendeckende belastbare Erkenntnisse über Ausmaß und Erscheinungsformen von Machtmissbrauch an den deutschen Musikhochschulen vorliegen. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2027 veröffentlicht.
Prof. Christian Fischer, Vorstandsvorsitzender der RKM sagt dazu: „Die RKM möchte, stellvertretend für alle Musikhochschulen, klarstellen: Jeder Fall von Machtmissbrauch ist ein Fall zu viel. Dass Menschen an unseren Hochschulen Leid erfahren, macht uns zutiefst betroffen. Umso dankbarer sind wir dafür, dass Betroffene den Mut aufbringen, von ihren Erfahrungen zu berichten! Nur so können wir Missstände korrigieren, unsere Strukturen weiterentwickeln und alle Hochschulangehörigen unterstützen, die dieses Leid erfahren.
Die deutschen Musikhochschulen sind Orte der Vielfalt und der international angesehenen Spitzenförderung. Daher gehen wir den Weg gegen jede Form von Machtmissbrauch, den wir seit 2016 eingeschlagen haben, entschieden weiter. Wir stellen uns dabei den Herausforderungen, die dieser Weg mit sich bringt. Wir werden entschlossen daran arbeiten, möglichst sichere Rahmenbedingungen an unseren Häusern herzustellen. Mit dieser Maßgabe gehen wir nun die nächsten Schritte.“
Die Hochschule für Musik Nürnberg lehnt alle Formen von Diskriminierung und Machtmissbrauch strikt ab und tritt ihnen aktiv entgegen.
Die HfM Nürnberg erkennt Machtmissbrauch und Diskriminierung als ein gesamtgesellschaftliches Problem an. Dabei ist sie sich bewusst, dass die große individuelle Nähe, die emotionale Aufladung und die starke Körperlichkeit sowie die besonderen Strukturen und Abhängigkeitsverhältnisse im künstlerischen Ausbildungsbetrieb in besonderem Maße anfällig sind für alle Formen von Machtmissbrauch und Diskriminierung. Die Hochschule duldet diesen Missbrauch in keiner Form. Alle Mitglieder der Hochschule sind daher in besonderem Maße dazu aufgefordert, an der Gestaltung eines wertschätzenden und gewaltfreien Arbeits- und Studienumfeldes mitzuwirken, das Raum für künstlerische Entfaltung bietet.
Weitere Informationen finden Sie hier: Verhinderung von Machtmissbrauch
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