Ausgehend von der Rahmenvereinbarung Hochschule 2023–2027 wurde ein gemeinsamer Ausgangspunkt geschaffen, in dem Nachhaltigkeit als gesamtinstitutionelle Querschnittsaufgabe beschrieben wird. Besonderer Fokus lag darauf, die spezifischen Perspektiven und künstlerischen Charakteristika der Kunsthochschulen im Nachhaltigkeitsverständnis und den sechs Handlungsfeldern Governance, Lehre, Forschung, Transfer, Betrieb sowie Studierendeninitiativen & Engagement abzubilden.
Die Strategie ist das Ergebnis eines umfassend angelegten, partizipativen Prozesses, an dem Studierende, Mitarbeitende, Lehrende und Hochschulleitungen aktiv mitgewirkt haben. Im Laufe des Jahres 2025 wurden Bestandsaufnahmen erstellt und Dialogformate, Umfragen sowie Workshops durchgeführt, an denen sich die einberufenen Steuerungsgruppen der jeweiligen Kunsthochschulen beteiligten. So konnten vielfältige fachliche und künstlerische Perspektiven einbezogen werden, die Potenziale und Herausforderungen an der Schnittstelle von Nachhaltigkeit, künstlerischer sowie wissenschaftlicher Praxis und dem Hochschulalltag der Kunsthochschulen aufzeigen.
Die entstandene Rahmenstrategie bildet nun die Grundlage für die nächsten Schritte: Jede Kunsthochschule entwickelt darauf aufbauend ihre individuelle Nachhaltigkeitsstrategie, die auf das jeweilige künstlerische Profil, institutionelle Gegebenheiten und lokale Anforderungen zugeschnitten ist. In diesen Nachhaltigkeitsstrategien werden konkrete Ziele und Maßnahmen für die Implementierung von Nachhaltigkeit in Kultur und Struktur festgelegt. Die Verabschiedung und Veröffentlichung der individuellen Strategien sind für 2026 vorgesehen.
Der gesamte Prozess zeigt: Wir haben gemeinsam begonnen und machen uns weiter auf den Weg des Suchens, Lernens und Gestaltens, um Nachhaltigkeit an den bayerischen Kunsthochschulen langfristig zu integrieren und wirksam werden zu lassen.
Teilen