Workshop und Konzerte in Zusammenarbeit mit der HfM Franz Liszt Weimar

Vom 25. April bis zum 1. Mai fand ein bemerkenswertes Projekt in Zusammenarbeit mit der Musikhochschule Weimar statt: Unter der Leitung von Prof. Midori Seiler, Barockvioline, Prof. Bernhard Klapprott, Cembalo (beide Weimar) und Prof. Anne Röhrig, Barockvioline (Nürnberg) wurden alle sechs Sonaten für Violine und obligates Cembalo (BWV 1014–1019) von J. S. Bach erarbeitet. Zum Auftakt traf man sich zu einem intensiven dreitägigen Workshop in Weimar mit insgesamt 17 Studierenden der beiden Hochschulen (12 Geiger_innen und 5 Cembalist_innen). Im Anschluss folgten drei Konzerte mit jeweils allen sechs Sonaten, gespielt von allen Workshopteilnehmer_innen: Das erste Konzert fand in der berühmten Bach-Kirche in Arnstadt statt, das zweite im Studienzentrum der Anna Amalia Bibliothek Weimar und zuletzt, am 1. Mail, waren dann die Weimarer Musiker_innen zu Gast im Kammermusiksaal der HfM Nürnberg zum gemeinsamen Absschlusskonzert. Zuvor besuchten sie noch die Instrumentensammlung im Germanischen Nationalmuseum, kompetent geführt von den zuständigen Restauratoren.

Die seltene Gelegenheit, den kompletten Zyklus aller sechs Sonaten an einem Abend zu hören bzw. zu spielen, war für Zuhörerschaft und Mitwirkende gleichermaßen spannend. Kompositorischer Reichtum und Tiefe unterschiedlichster Affekte beeindruckten genauso wie Qualität und Vielfalt der Interpretationen.


So konnten neben der inhaltlich künstlerischen Arbeit auch die jeweiligen Hochschulstandorte mit ihren Besonderheiten vor Ort zum Gelingen des Projektes beitragen: Weimar mit historischen Stätten in enger Beziehung zu J.S. Bach, Nürnberg mit seiner Sammlung historischer Instrumente aus dem 17. und 18 Jhdt.