Wiedereröffnung des Heilig-Geist-Saales

Am Dienstag, dem 12. April 2011 wurde im Rahmen eines Festaktes das Nürnberger Heilig-Geist-Haus nach einer gut zweijährigen Umbau-und Renovierungsphase wiedereröffnet. Der Heilig-Geist-Saal steht der Hochschule für Musik Nürnberg ab sofort wieder als Konzert-und Probenraum zur Verfügung.
Die musikalische Umrahmung des etwa einstündigen Festakts gestalteten Studentinnen und Studenten der Hochschule. Zu Beginn spielte ein Klavierquartett  mit Karina Habuchya (Klavier), Kushmita Biswakarma (Violine), Jakob Schröder (Viola) und Kinga Adamis (Violoncello) den ersten Satz aus Mozarts Klavierquartett Es-Dur.
 OB Ulrich Maly begrüßte die Festgäste, unter Ihnen auch Hochschulpräsident Prof. Martin Ullrich und Vizepräsident Alfons Brandl, sowie einige Dozenten und Verwaltungsmitglieder der Hochschule. In seiner Festrede erläuterte er die Geschichte des Heilig-Geist-Gebäudes. Als Ort für die Aufbewahrung der Reichsinsignien war die ehemalige Heilig-Geist-Kirche ein wichtiges innerstädtisches geistliches Zentrum, aus dem nach Zerstörung und Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg das evangelische Studienzentrum wurde. Heute birgt das Haus neben einigen Räumen für die Hochschule für Musik u. a. das Amt für internationale Beziehungen sowie weitere städtische Behörden, den Integrationsbeirat und die Dante-Aligheri-Gesellschaft.
Der evangelische Stadtdekan Michael Baumessel lobte die behutsame Renovierung durch das Architekturbüro Haid und zeigte sich erfreut darüber, dass der Geist des Hauses auch unter der nunmehr rein städtischen Nutzung weltoffen und humanitär bleibt.
Mit einer musikalischen Besonderheit endete die Veranstaltung: Acht Cellisten der Hochschule spielten unter Leitung und Mitwirkung von Prof. Markus Wagner eine barocke Tanzsuite und ein Stück aus den Bachianas brasileiras von Heitor Villa-Lobos