Sinfoniekonzert im neuen Musiksaal der Nürnberger Symphoniker

Mit einem anspruchsvollen und vielseitigen Programm präsentierte sich das Orchester der Hochschule für Musik Nürnberg unter der Leitung von Prof. Guido Rumstadt am Freitag, den 25. Februar 2011 im neuen Konzertsaal in der Kongresshalle. Der Abend begann mit der wirkungsvollen Ouvertüre „Vivat!“ von Rodion Shchedrin. Anschließend stellten drei herausragende Studierende ihr solistisches Können unter Beweis: Die 24-jährige Japanierin Tae Koseki beeindruckte mit „geigerischen Hexenkünsten“. Die Meisterschülerin von Daniel Gaede „warf sich mit Nonchalance in den haarigen Solopart von Pablo de Sarasates ,Zigeunerweisen‘: Geigenspiel von hoher Noblesse, hochgradiger gestalterischer Kompetenz und treffsicherem Stilempfinden“ schreibt Jens Voskamp in den Nürnberger Nachrichten. Als Zweiter im Bunde zeigte Jerôme Weiss seine „fulminante Anschlagkultur“ (Egon Bezold, Nürnberger Zeitung). Der Schüler von Prof. Wolfgang Manz bot Franz Liszts zweites Klavierkonzert in A-Dur dar. Die Mezzosopranistin Haneul Kim interpretierte Gustav Mahlers Rückert-Lieder. „Mit hohem Sinn für das changierende Fluidum und die poetische Aura dieser Gesänge setzte die 25-jährige Koreanerin ihre charakterstarke Stimme in den Dienst für ,Liebst du um Schönheit‘ oder ,Ich bin der Welt abhanden gekommen‘“, so Jens Voskamp.

Alle drei Solisten wurden stürmisch beklatscht. Auch das Orchester unter Maestro Rumstadt, das sich vor allem in der Bläser-Sektion mit Strawinskijs Feuervogel-Suite großes Lob verdiente, erspielte sich tosenden Applaus.


zur Fotostrecke von Volker Blumenthaler