Sebastian Trump wird Juniorprofessor an der Hochschule für Musik Nürnberg

Prof. Dr. Sebastian Trump wird sich im Rahmen der neu geschaffenen Juniorprofessur für künstliche Kreativität und musikalische Interaktion insbesondere mit KI-gestützten Szenarien der musikalischen Interaktion und menschlich-maschineller Ko-Kreativität beschäftigen. Die Professur wurde von der Hochschule für Musik Nürnberg 2020 im KI-Wettbewerb der bayerischen Hightech Agenda gewonnen. Gemeinsam mit der aktuell im Berufungsverfahren befindlichen Juniorprofessur für Musikalische Bildung und Künstliche Intelligenz wird Sebastian Trump ein KI-Labor mit Forschungsteam in neuen Räumlichkeiten aufbauen und betreiben.

Er promovierte mit einem Stipendium der STAEDTLER-Stiftung 2019 über evolutionäre Algorithmen als Improvisationsmodell. Nach mehrjähriger Tätigkeit als künstlerisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter im hochschulübergreifenden Projekt LEONARDO und als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fach Musikwissenschaft mit Schwerpunkt Künstlerische Forschung / Digital Humanities erhielt er im April 2022 die Juniorprofessur an der Hochschule für Musik Nürnberg.

„Ich freue mich sehr auf die großen Herausforderungen, die die Forschung in diesem Themenfeld bietet und das Potenzial, das sich damit besonders im künstlerischen Kontext entfalten kann. Neben exzellenter Forschung ist es mir ein besonderes Anliegen, dabei alle interessierten Studierenden der Hochschule in offenen wie auch neu entstehenden spezialisierten Studienangeboten einzubinden“, sagt Trump.

Biografie

Sebastian Trump studierte Jazz-Saxophon und klassisches Saxophon an der Hochschule für Musik Nürnberg, sowie Sound Studies an der Universität der Künste Berlin. Bereits im Studium beschäftigte er sich mit Live-Elektronik und elektroakustischer Klangkunst. Sein digitales Musikinstrument Orphion fand weltweites Interesse und wurde u. a. im Medienmuseum des ZKM Karlsruhe (2012) und im Canadian Science and Technology Museum in Ottawa (2013) ausgestellt. Seit 2009 unterrichtet er Musikrealisation an der Hochschule für Musik Nürnberg, seit 2015 außerdem digitale Musikinstrumente an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm und forscht an Schnittstellen zwischen Technologie und Performance, besonders in den Bereichen musikalischer Mensch-Maschine-Interaktion und kollaborativer Kreativität.