Madrigalchor der Hochschule zu Gast in Krakau

Auf Einladung der altehrwürdigen Jagiellonen-Universität Krakau gaben der Madrigalchor der Hochschule unter Leitung von Alfons Brandl und ein fünfköpfiges Akkordeonensemble der Klasse Irene Urbach zwei Konzerte in Krakau. Organisiert und finanziert hatte die Reise das Studentenwerk Erlangen-Nürnberg und die polnische Universität. Mit dem Bus wurden in der Nacht vom 8. auf den 9. Mai die gut 800 km Reise von Nürnberg nach Krakau zurückgelegt. Ein erster Stadtbummel und die Besichtigung des berühmten Salzbergwerks schlossen sich an. Am Dienstag wurde der Wawel, das ehemalige Königschloss der Polen besichtigt und am Abend gab es in der Franziskanerkirche das erste Konzert mit Werken von Heinrich Schütz, Claudio Monteverdi und Orlando di Lasso, von J. Chr. Bach, Antonin Dvorak u. m. Auch der Erlanger Universitätsmusikdirektor Ekkehard Wildt zeigte seine Künste an der Orgel, die Camerata Jagiellonica unter W. Siedlik steuerte Chorsätze bei und Alfons Brandl sang mit Sigrid Wildt an der Orgel Dvoraks „Biblische Lieder“.

Zusammen mit den polnischen Organisatoren unternahm man am Mittwoch eine Floßfahrt auf einem Grenzfluss zur Slowakei. Am Donnerstag folgte dann die Besichtigung der Universität mit ihrem beeindruckenden Museum und ein Empfang durch den Prorektor der Jagiellonen-Universität. Dort wurde noch einmal in besonderer Weise der Spiritus rector des langjährigen deutsch-polnischen Austausches, der ehemalige Chef des Studentenwerkes Joachim Gollwitzer gewürdigt.

Am Abend fand in der Aula des Collegium novum ein gut besuchtes Konzert statt, in dem neben dem Madrigalchor, der neben den genannten Renaissancewerken auch Werke des amerikanischen Komponisten M. Lauridsen aufführte, besonders die fünf Akkordeonisten, zum Teil auch mit Solowerken, glänzten. Von Avantegarde-Werken wie dem „Tango prism“des Japaners Maki Ishi (Daniel Zacher) und Kompositionen von Jendrich Field und J. Ganzer, gab es auch schmissige Ensemblestücke wie einen Tango von Astor Piazzola und die Irische Suite von Matyas Seiber.

Insgesamt genossen die Studierenden und Dozenten die bestens organisierte Reise bei herrlichem Sommerwetter. Ein Gegenbesuch des polnischen Chores ist bereits in Planung.

Alfons Brandl