Gemeinsamer Workshop mit MONTESSORI-Zentrum Nürnberg

Am Samstag, dem 19. November 2011, fand im Kammermusiksaal der Hochschule ein gemeinsamer Workshop der Hochschule für Musik Nürnberg mit dem MONTESSORI-Zentrum Nürnberg statt. Dieses Zusammentreffen bildet den Auftakt zu einer Serie von Veranstaltungen, mit der die bereits bestehende Kooperation zukünftig intensiviert werden soll.

Wie unterscheiden sich die pädagogischen Konzepte von Maria Montessori und der Elementaren Musikpädagogik (EMP), wo liegen die Gemeinsamkeiten? Dieser Fragestellung wurde bei dem gemeinsamen Termin nachgegangen, in diesem Fall anhand des Vergleichs der Grundideen des Orff-Schulwerks mit der musikdidaktischen Konzeption Maria Montessoris. Zunächst sollten die theoretischen Grundlagen anhand von Vorträgen vermittelt werden, um sie anschließend anhand zahlreicher Montessori-Materialien gleich in die Praxis umzusetzen.

Zu Beginn stellten Vertreter der beiden kooperierenden Institutionen, der 1. Vorsitzende des MONTESSORI Förderkreises Nürnberg Aaron von Frantzky und Hochschul-Präsident Prof. Martin Ullrich, ihre Einrichtungen kurz vor. Im Anschluss daran erläuterte Studiengangsleiter Prof. Rainer Kotzian für die anwesenden Erzieherinnen des MONTESSORI-Zentrums die Grundzüge der EMP.

Als Gastreferent gab Claudio Pütz, Leiter einer Montessori-Schule in Bamberg, einen Überblick über die pädagogischen Ideen von Maria Montessori und Carl Orff, erläuterte die Gemeinsamkeiten und wies auf die Unterschiede hin. Der Absolvent des Orff-Instituts der Universität Mozarteum Salzburg hatte sich in seiner Abschlussarbeit mit genau diesem Thema beschäftigt und konnte somit als Fachmann den Zuhörern die Quintessenz der beiden teils sehr unterschiedlichen Ansätze vermitteln.

Im praktischen Teil des Nachmittags wurden dann Einstiegsmöglichkeiten für musikalische Arbeit in (Montessori-)Schulen vorgestellt. Für die EMP-Studierenden neu war dabei die intensive Verwendung von Montessori-Materialien, den Teilnehmerinnen des MONTESSORI-Zentrums hingegen wurde ein Einblick in die künstlerisch schöpferischen Arbeitsweisen der EMP vermittelt. Die dabei entstandenen regen Diskussionen zeigen, dass mit dieser Veranstaltung ein für beide Seiten interessantes und umfangreiches Thema geöffnet worden ist.

Eine Fortführung des fachlichen Austauschs ist bereits in Planung.