"100 Jahre Sophie Scholl" – 3. Gemeinschaftskonzert der drei bayerischen Musikhochschulen

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation wurde das Konzert am 9. Mai 2021 als Livestream aus dem Großen Konzertsaal der HMTM übertragen.

Unter dem Titel "100 Jahre Sophie Scholl" präsentierten die drei bayerischen Musikhochschulen in Nürnberg, Würzburg und München am 9. Mai 2021 ihr drittes Gemeinschaftskonzert. Das besondere, gemeinsam mit allen drei bayerischen Musikhochschulen entwickelte Format der Gemeinschaftskonzerte hat sich inzwischen als verbindendes Element in den Veranstaltungskalendern der bayerischen Musikhochschulen erfolgreich etabliert.

Unsere 2018 entwickelte Konzertidee intensiviert weiter die künstlerische Verbindung zwischen den Hochschulangehörigen: Freundschaften zwischen Studierenden und Lehrenden der drei bayerischen Musikhochschulen werden durch die gemeinsame Entwicklung und Durchführung der Konzerte geknüpft und gestärkt.

Nach Konzerten 2019 in Nürnberg, 2020 in Würzburg und 2021 in München ist nun der erste Zyklus durchlaufen.

Studierende, Lehrende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich in das Thema der jungen Widerstandskämpferin Sophie Scholl sowie die Organisation und Durchführung des Konzertes mit großem Einsatz eingebracht, wofür wir allen Beteiligten ganz herzlich danken.

Die Aufzeichnung des Konzerts ist unter folgendem Link zu finden:
https://www.youtube.com/watch?v=_oIwipWD05g

Im Zentrum dieses digitalen Konzerts stand die Auseinandersetzung der Musikstudierenden aus Nürnberg, Würzburg und München mit der 1943 in München ermordeten Widerstandskämpferin Sophie Scholl anlässlich ihres 100. Geburtstages. Vorgelesene Textpassagen aus persönlichen Briefen, Verhörprotokollen und Flugblättern der »Weißen Rose« schafften den inhaltlichen Rahmen für ein intensives Konzerterlebnis, das aus Live-Beiträgen aus dem Großen Konzertsaal in der Arcisstraße 12 der HMTM sowie aus Einspielungen aus Nürnberg und Würzburg bestand.

So bildeten die genannten Texte etwa die Grundlage für drei Collagen für Violine, Cello, Klavier und Stimme von Eva Kuhn, Studentin der Komposition an der HMTM, die im Laufe des Abends uraufgeführt wurden. Biografischen Bezug zu Sophie Scholl stellen auch zwei besondere Programmpunkte aus Würzburg und Nürnberg her: Studierende aus Würzburg interpretierten eine Szene für Sopran und Flöte aus der Oper »Weiße Rose« von Udo Zimmermann. Das Werk »Flammenzeichen« der zeitgenössischen Komponistin Younghi Pagh-Paan für Sopran und kleines Schlagzeug, basierend auf Auszügen aus den Flugblättern der »Weißen Rose« und Briefen Sophie Scholls, trug Mara Maria Möritz aus Nürnberg vor. Werke Franz Schuberts, die in den Briefen von Sophie Scholl Erwähnung finden und von Studierenden der drei bayerischen Musikhochschulen interpretiert wurden, sowie der erste Satz des 6. Brandenburgischen Konzerts von Johann Sebastian Bach mit Studierenden der HMTM rundeten das Programm ab.

Nach den ersten zwei Gemeinschaftskonzerten 2019 in Nürnberg und 2020 in Würzburg stand auch das dritte Gemeinschaftskonzert aus München wieder ganz unter dem Zeichen des musikalischen Miteinanders zwischen der Hochschule für Musik Nürnberg (HfM Nürnberg), der Hochschule für Musik Würzburg (HfM Würzburg) und der Hochschule für Musik und Theater München (HMTM).

Die Gemeinschaftskonzerte dienen in besonderem Maße dem musikalischen Austausch zwischen den Studierenden aus Würzburg, Nürnberg und München und machen die enge Freundschaft zwischen den drei Hochschulen auch nach außen sichtbar. Zwar konnte die zukünftige Musikelite Bayerns in diesem Jahr pandemiebedingt nicht auf einer Bühne zusammenkommen und gemeinsam musizieren, dennoch ist dieses Konzert ein Zeichen der guten Zusammenarbeit und überregionalen Vernetzung.


Konzeption des Programms:

Prof. Martin Hummel (HfM Würzburg), Prof. Susanne Kelling (HfM Nürnberg) und Prof. Christine Schornsheim (HMTM)