Rebekka Deckart erhält Kulturpreis Bayern für Masterarbeit

Unsere Absolventin Rebekka Deckart hat den Kulturpreis Bayern der Bayernwerk AG für ihre Masterarbeit im Studiengang Elementare Musikpädagogik an der Hochschule für Musik Nürnberg erhalten. Darin entwickelt sie eine Intensivwoche für Studierende. 

Sie ist eine von 33 Absolventinnen und Absolventen staatlicher bayerischer Hochschulen und Universitäten, die am 12. November 2020 geehrt wurden. An Stelle des alljährlichen Festakts hat sich das Bayernwerk in diesem Jahr aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens für eine Preisverleihung im digitalen Format entschieden. Die Veranstaltung war im Live-Stream zu verfolgen. Zudem wurde sie von mehreren lokalen Fernsehanstalten in Bayern live in deren Programmen übertragen. Nina Sonnenberg hat die 90-minütige Sendung moderiert. Die Preisträger wurden per Videobotschaften vorgestellt. „Die ausgezeichneten Wissenschaftler geben dem Freistaat wertvolle Impulse. Sie erweitern unseren Horizont und schärfen unser Bewusstsein für gesellschaftliche Zusammenhänge. Sie festigen Bayerns Rolle als bedeutender Kunst- und Wissenschaftsstandort“, hob Reimund Gotzel, Vorstandsvorsitzender des Bayernwerks, die Leistung der Preisträgerinnen und Preisträger in der Sparte Wissenschaft hervor. Dotiert ist der Preis jeweils mit 2.000 Euro.

Unterrichtsvorbereitung als kreativer Prozess

Kreativ, interessant, lehrreich – so soll Musikunterricht sein. Doch wie lässt sich eine Stunde abwechslungsreich gestalten? Rebekka Deckart entwickelte für ihre Masterarbeit im Studienfach Musikpädagogik eine fachdidaktische Intensivwoche. Ihre Idee: Die Konzeption von Unterrichtsstunden in einen kreativen Prozess umzuwandeln und den Handelnden gleichzeitig Methodik und Struktur vorzugeben. Dafür setzten sich mehrere Studierende fünf Tage lang intensiv mit der Konzeption jeweils eigener Musikstunden auseinander. Im Verlauf der Woche wechselten sich kreative und spielerische Phasen mit denkintensiven Einheiten ab. Dabei reflektierten die Studierenden zunächst ihr eigenes Wissen und Erfahrungen. Neue Ideen entwickelten sie durch verschiedene Impulse: Literatur, Fragebögen, Kreativ- oder Gruppenaufgaben. Im Laufe der Woche wurden die Aufgabenstellungen immer offener und die Studierenden arbeiteten zunehmend selbstständiger. „Eine eigene Ausgangsidee aus vielen Perspektiven zu betrachten und sie in kleinen Gruppen weiterzuentwickeln macht Spaß und bringt beste Ergebnisse“, sagt die Absolventin.

Traditionsreicher Preis

Kulturpreisträgerinnen und Kulturpreisträger sind in diesem Jahr die Künstlerinnen Regina Hellwig-Schmid und Carolina Camilla Kreusch, der Schauspieler und Regisseur Arnd Rühlmann, die Opernsängerin Christa Mayer und die Schriftstellerin Michaela Karl. Den traditionellen Sonderpreis, den Bayerns Kunst- und Wissenschaftsminister Bernd Sibler verleiht, erhielt in diesem Jahr die Dirigentin, Pianistin und Generalmusikdirektorin Joana Mallwitz. Die fünf Ausgezeichneten in der Sparte Kunst wählt eine Fachjury aus, während die 33 Preisträgerinnen und Preisträger der bayerischen Hochschulen und Universitäten von ihrer jeweiligen Institution benannt werden. Seit mehr als 60 Jahren würdigt das Bayernwerk Erfolge in Wissenschaft und Kunst, seit 2005 verleiht es in Partnerschaft mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst den Kulturpreis Bayern. Er geht auf den Kulturpreis Ostbayern zurück, der erstmals im Jahr 1959 verliehen wurde. Der Kulturpreis Bayern in der Sparte Kunst und der Sonderpreis sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert, der Preis in der Sparte Wissenschaft mit je 2.000 Euro. Alle Preisträgerinnen und Preisträger erhalten außerdem den vom Schwandorfer Bildhauer Peter Mayer geschaffenen „Gedankenblitz“. Die Aufzeichnung der Preisverleihung können Interessierte unter https://www.bayernwerk.de/kulturpreis2020anschauen. Dort können sie auch eine Liste aller Wissenschaftspreisträgerinnen und Preisträger sehen.