Ehepaar Doetsch erhält Stifterpreis der Stadt Nürnberg

Irmgard Doetsch (2.v.l.) und Klaus Doetsch (3.v.l.)

Seit 2010 haben Irmgard und Klaus Doetsch zahlreiche Studierende der Hochschule für Musik Nürnberg mit einem Deutschlandstipendium unterstützt. Nun wurde das Stifterehepaar von der Stadt Nürnberg für ihre Verdienste ausgezeichnet. Wir gratulieren sehr herzlich zu diesem Preis und bedanken uns zutiefst für die langjährige großzügige Förderung unserer jungen Talente!

Der 7. Nürnberger Stifterpreis wurde am 6. März 2020 im Rahmen des 8. Nürnberger Stiftertages im Historischen Rathaussaal verliehen. Die musikalische Umrahmung erfolgte durch Magdalena Steinbauer (Oboe) und Carla Heugel (Viola), Studierende der Hochschule für Musik Nürnberg.
 

Der Nürnberger Stifterpreis

Der Nürnberger Stifterpreis ehrt seit 2014 jährlich eine Stifter-Persönlichkeit, die besondere Verdienste um das Stiftungswesen in Nürnberg erworben hat. Der Preis kann vergeben werden an Stifterpersönlichkeiten aus Nürnberg oder an Stifterpersönlichkeiten, die sich besonders für Nürnberg engagieren. Ebenso kann auch ein besonderes Stiftungsprojekt kann ausgezeichnet werden. Der Preis ist undotiert und wird in Form eines Symbols oder einer Urkunde verliehen. Die Jury besteht aus den Partnern der Stifter-Initiative Nürnberg.


Irmgard und Klaus Doetsch Stiftung

Frau Irmgard Doetsch, geb. Mezger, hatte 1975 von ihrem Vater die Firma und die Geschäftsführung der Firma MEZGER Heftsysteme in Nürnberg übernommen.
30 Jahre lang führte sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Klaus Doetsch die 1920 gegründete Firma an der Saganer Straße in Nürnberg-Langwasser. Weil sie selbst keine Kinder haben und sonst niemand den Betrieb hätte übernehmen können, entschlossen sie sich im Jahr 2006 zum Verkauf. Nun stellte sich für das Ehepaar auch die Frage nach der Erbfolge, denn das erwirtschaftete Kapital sollte auf eine sinnvolle Art der Gesellschaft zurückgegeben werden.
Mit dem Erlös gründeten sie deshalb im Jahr 2007 die Irmgard und Klaus Doetsch Stiftung. Somit ergibt sich für das Ehepaar die Gelegenheit die Stiftung persönlich zu begleiten, entsprechende Vorschläge zu unterbreiten und notfalls korrigierend ins Stiftungsgeschehen einzugreifen.
Als Stiftungszweck wurde die Bildung und Erziehung sowie die Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland, vor allem aber in Nürnberg und der Region, gewählt. Sie unterstützen unter anderem die Georg-Ledebour-Grund- und Mittelschule in Nürnberg Langwasser.
Die klassische Musik hat es Irmgard und Claus Doetsch besonders angetan. Deshalb ist die Förderung von Studierenden der Nürnberger Musikhochschule den Beiden ein besonderes Anliegen. Seit 2010 erhalten zwei Studierende jedes Jahr ein Stipendium, das zur Hälfte aus der Stiftung des Ehepaares und zur Hälfte aus Bundesmitteln bestückt wird. Dieses sogenannte Deutschland-Stipendium beläuft sich auf 1.800 Euro pro Jahr.
Das Schwergewicht der Stiftungsaktivität auf Nürnberg und die Region hat sich somit als gute Entscheidung erwiesen, da sich hier laut Stifterehepaar viele sinnvolle Projekte finden und unterstützen lassen.