Prof. Andreas Willwohl

Viola
Studienbereich Streichinstrumente
Department Instrumente/Orchester

 

Andreas Willwohl begann im Alter von sechs Jahren Violine zu spielen. Während seiner Abiturzeit im Internat des Musikgymnasiums „Schloß Belvedere“ Weimar wechselte er zur Viola und wurde Schüler von Alfred Lipka. 1997 begann er sein Studium an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin bei demselben Lehrer.

Wichtige künstlerische Impulse erhielt er von Christoph Poppen, Wilfried Strehle, Thomas Kakuska und Kim Kashkashian, in der Kammermusik von Norbert Brainin (Amadeus-Quartett), dem Alban Berg Quartett,  Eberhard Feltz, Walter Levin (La Salle Quartett), Andras Keller, dem Vogler Quartett und dem Artemis Quartett.

Schon frühzeitig setzte er sich mit der Kammermusik auseinander und war Gründungsmitglied des Faust Quartetts. Mit diesem Ensemble konzertierte er weltweit und spielte CD- und Rundfunkproduktionen für Sendeanstalten wie den Deutschlandfunk, das Deutschlandradio Berlin, den BBC sowie den Mitteldeutschen Rundfunk.

Seit 2009 ist er  Mitglied des Quartetto Le Musiche.

Andreas Willwohl war Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und wurde gefördert durch die von Yehudi Menuhin gegründete Organisation „live music now“ Berlin .

Er ist Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe wie dem Internationalen Joseph-Joachim-Kammermusik-Wettbewerb Weimar, dem Internationalen Charles Hennen Concours in Heerlen NL, dem Internationalen Max-Reger-Wettbewerb, dem Concours International de Bordeaux (alle Preise mit dem Faust Quartett) sowie der Sommerakademie Mozarteum Salzburg 2008.

Andreas Willwohl war Gast  bei internationalen Musikfestspielen wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Schlosskonzerten Thun, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, den Salzburger Festspielen, den Thüringer Bachwochen, den Ludwigsburger Schlossfestspielen, dem Choriner Sommer, dem Festival Mitte Europa, den Concerts de Midi Brüssel, dem Festival Opera Barga und konzertierte mit Guy Braunstein, Thomas Brandis, Wolfgang Böttcher, Nora Chastain, Tanja Becker-Bender, Michael Sanderling, Wolfgang Emanuel Schmidt, Julian Steckel, Johannes Moser, Sebastian Klinger, Lauma Skride, Daniel Heide, Allessandro Commelato, Dimitri Ashkenazy, dem  Petersen Quartett und vielen anderen.

Als Solist konzertierte er mit Orchestern wie dem Rundfunk-Sinfonieorchester  Berlin, dem Deutschen Kammerorchester, dem Lithauischen Kammerorchester und der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie unter der Leitung von Marek Janowski, Matthias Foremny, Patrick Lange und Christian Simonis. Dabei trat er in der Berliner Philharmonie, dem Konzerthaus am Gendarmenmarkt, dem Großen Sendesaal Berlin sowie in verschiedenen Städten Deuschlands und Frankreichs auf.  Im Frühjahr 2007 spielte er die deutsche Erstaufführung des Cembalokonzerts  BWV 1055 von Johann Sebastian Bach in einer Bearbeitung für Viola in einem live-Konzert in der Berliner Philharmonie für Deutschlandradio Kultur.

Als Solobratscher war Andreas Willwohl als Gast bei den Münchner Philharmonikern, der Staatskapelle Dresden, dem Gewandhaus Leipzig, der Staatskapelle Berlin, der Deutschen Oper Berlin, dem Ensemble Modern und spielte unter Dirigenten wie Christian Thielemann, Herbert Blomstedt, Yutaka Sato, Gerd Albrecht, Mikhail Pletnev, Kirill Petrenko, Lothar Zagrosek, Peter Rusicka und vielen anderen.

Seit 2005 gab er wiederholt Meisterkurse als Senior Coach bei der Kronberg Academy, an der German School of Music in Seoul/Südkorea sowie in verschiedenen Städten Italiens.

Darüber hinaus ist er Dozent der Jungen Deutschen Philharmonie und Tutor der Orchesterakademie des RSB.

Seit 2001 ist Andreas Willwohl Solobratscher im Rundfunk Sinfonieorchester Berlin.

Im Jahr 2011 erhielt er einen Ruf als Professor an die Hochschule für Musik Nürnberg und unterrichtet dort seit Dezember in dieser Funktion.