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Die
gesangspädagogische Ausbildung
Aufbauend auf den bereits erworbenen Kenntnissen
der Stimmphysiologie beschäftigen sich die Teilnehmer
des Seminars für Gesangsmethodik im ersten Jahr mit
Fragen der praktischen Umsetzung der verschiedenen Aspekte
des stimmlich-körperlichen Ausdrucks wie Atmung, Resonanz,
Registerfragen, Artikulation etc. im Gesangsunterricht.
Da wir Sänger – anders als die
Instrumentalisten – nicht auf Schulwerke zurückgreifen
können, sondern unsere Unterrichtsmethode auf die stimmlichen,
körperlichen, seelischen und kognitiven Gegebenheiten
jedes einzelnen Schülers abstimmen müssen, da
wir überdies die Verantwortung für die Unversehrtheit
des Instruments Stimme tragen, stellt die Stimmbildung eine
äußerst anspruchsvolle Aufgabe dar, die eine
gute Gesangstechnik, Wissen, Intuition, sehr viel Einfühlungsvermögen
und ein analytisches Gehör verlangt.
Diese Eigenschaften und Fähigkeiten werden
in den beiden folgenden Studienjahren bei der eigenständigen
Betreuung von Schülern trainiert. Die regelmäßigen
Lehrproben stellen eine Art “Schule des Hörens”
für die zuschauenden Kollegen dar. Eine 45minütige
Gesangsstunde wird im Anschluss gemeinsam konstruktiv evaluiert,
Fähigkeiten sowie Probleme der jeweiligen Stimme und
entsprechende Interventionsmöglichkeiten diskutiert.
Da Stimmtechnik kein Selbstzweck sondern ein Mittel ist,
sich musikalisch und emotional auszudrücken, spielt
auch das Hinführen zur Interpretation von Gesangsliteratur
eine wichtige Rolle.
Abgerundet wird das Studium durch Hospitationen
an Musikschulen oder vergleichbaren Institutionen sowie
durch Workshops mit einer Logopädin.
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