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A. Klassik
B. Jazz
C. Elementare Musikpädagogik
D. Zusatzfach und Pflichtzusatzfach
E. Musikpädagogische Gruppenprüfung

 

Download des Anmeldeformulars (download application form)

Anforderungen in der Eignungsprüfung (pdf)

Musteraufgaben:
Allg. Musiklehre
Gehörbildung

 

Ab dem Wintersemester 2010/2011 werden alle Studienanfänger im neuen Fachsemester an der Hochschule für Musik Nürnberg in die neuen Bachelor-Studiengänge eingeschrieben. Dabei werden die gleichen Fachrichtungen wie bei den Diplomstudiengängen, erweitert um profilbildende Schwerpunkte, angeboten.
Die bestehenden Diplomstudiengänge laufen in den nächsten Jahren aus.

Ab dem Wintersemester 2010/2011 besteht ebenfalls die Möglichkeit, Masterstudiengänge im ersten Fachsemester zu belegen.


 
Zeittafel (calendar)

 

Anforderungen bei den Eignungsprüfungen im Hauptfach (künstlerische und künstlerisch-pädagogische Studienrichtungen) und den Pflichtfächern an der Hochschule für Musik Nürnberg

Hinweis: An den bayerischen Musikhochschulen gilt eine für alle bayerischen Hochschulen geltende Qualifikationsverordnung (QualV). Diese wird ergänzt durch Satzungen der Hochschule (derzeit in Bearbeitung). Die folgenden Hinweise konkretisieren die gesetzliche Regelung.

A. Klassik

Dauer der Hauptfachprüfungen: ca. 20 Minuten

Die Prüfungskommission behält sich eine Auswahl der zu spielenden Stücke vor. Sie ist in keinem Fall verpflichtet alle angebotenen Stücke anzuhören bzw. vollständig anzuhören. Wird die Prüfungsdauer überschritten, kann die Prüfungskommission den Vortrag abbrechen.

Hauptfachprüfungen

 
Gesang Vortrag von mindestens vier Werken aus verschiedenen Stilepochen, welche die Bereiche Musiktheater, Oratorium/Konzert und Lied umfassen
Streichinstrumente

zwei Werke aus verschiedenen Stilepochen, darunter ein Kopfsatz eines Konzertes
eine Etüde bzw. ein virtuoses Werk

Holzbläser drei Werke unterschiedlicher Stilrichtungen, darunter möglichst ein zeitgenössisches Werk
Blechbläser

zwei Werke verschiedener Stilepochen
eine Etüde mittleren Schwierigkeitsgrades oder Tonleiterstudien

Pauken und Schlagzeug

Vortrag je eines Werkes (Konzertstück oder Etüde) auf kleiner Trommel, Malletinstrument, Pauken und Drumset (auch Improvisation)
Blattspiel

Harfe drei Werke aus verschiedenen Stilepochen, darunter eine Etüde
Klavier

GRUNDSTUDIUM BACHELOR KA / KPA
I. Ein Werk des Barock
II. Ein Werk von Haydn, Mozart, Beethoven
III. Ein Werk der Romantik oder des Impressionismus
IV. Eine virtuose Etüde
V. Ein Werk komponiert nach 1945 ( z. B. Stockhausen, Höller, Messiaen, Ligeti,
Gubaidulina, Takemitsu, Yun, Boulez, Henze, Cage )
VI. Vomblatt - Spiel

AUFBAUSTUDIUM         MASTER
Mindestens drei Werke freier Wahl mit einer Gesamtlänge von 60 Minuten.

JUNGSTUDENTEN
Drei Werke aus verschiedenen Epochen

Orgel Orgelliteraturspiel:
ein Werk aus der Zeit vor J. S. Bach
ein Werk mit Fuge von J. S. Bach
fünf Choralvorspiele von J. S. Bach
ein Werk der Romantik oder aus dem 20. Jahrhundert
Blattspiel

Improvisation, Liturgisches Orgelspiel:
freie Begleitung von drei vorbereiteten Liedern mit Intonation und Nachspiel
freie Begleitung und Intonation "vom Blatt"

Klavier:
drei stilistisch unterschiedliche Werke

Cembalo

ein Werk des 17. Jahrhunderts
ein Werk von J. S. Bach
zwei Werke im Stil des französischen Barock oder Sonaten von D. Scarlatti oder A. Soler

Blockflöte

ein Werk der Renaissance oder des Frühbarock, z.B. von Bassano, van Eyck, Castello, Fontana
ein Werk im französischen Stil, z.B. von Hotteterre, Philidor, Dieupart
je ein langsamer und schneller Satz einer hochbarocken Sonate oder eines Konzertes, z.B. von Händel, Telemann, Barsanti
ein zeitgenössisches Werk, z.B. von Hirose oder Yun. Möglich ist auch ein experimentelles Werk oder eine eigene Komposition/Improvisation
Blattspiel.

Barockvioline

ein Satz einer Solosonate (z.B. Passacaglia von Biber, Fantasie von Telemann)
ein langsamer und ein schneller Satz einer barocken Sonate (z.B. Corelli, Bach, Händel)
ein weiteres Stück nach Wahl

Viola da Gamba

ein unbegleitetes Ricercar von Diego Ortiz
ein beliebiger Satz aus einer Sonate von J. S. Bach
ein Satz aus einer Sonate von C. F. Abel
ein weiteres Stück nach Wahl
Blattspiel

Traversflöte

ein langsamer und ein schneller Satz aus einer barocken Generalbass-Sonate im italienischen oder vermischten Stil
drei Sätze einer Sonate oder Suite im französischen Stil
zwei Sätze einer Sonate im empfindsamen Stil
Blattspiel

Barockfagott/Dulcian und Barockoboe drei Werke aus verschiedenen Stilepochen
Laute drei Werke aus verschiedenen Stilbereichen
Gitarre drei Werke aus verschiedenen Stilbereichen
Akkordeon

drei Werke aus verschiedenen Stilbereichen

Pflichtfachprüfungen  
Praxisorientiertes Klavierspiel (im Studiengang künstlerisch-pädagogische Ausbildung) - Praktischer Umgang mit den Hauptdreiklängen und ihren Umkehrungen in Tonarten mit bis zu drei Vorzeichen (Dur und Moll)
- Spiel von Skalen mit bis zu drei Vorzeichen (Dur und Moll)
- Zwei Klavierstücke unterschiedlichen Charakters, etwa im Schwierigkeitsgrad von z.B.
Johann Sebastian Bach: Kleines Präludium
C-Dur (aus „Kl. Präludien und Fughetten“: III,1 BWV 939 [Henle 106])
Joseph Haydn: Scherzo (3.Satz aus „Sonate in F“ Hoboken XVI: 9 [Henle 238])
Robert Schumann: Melodie („Album für die Jugend“ op. 68, Nr. 1 [Henle 108])
André Hajdu: Das Pendel („Die Milchstraße“ Bd. 1, Nr.1, [Sikorski 1701])
Bela Bartok: Begleitung mit gebrochenen Dreiklängen („Mikrokosmos“ Bd. 2, Nr. 42 [Boosey & Hawkes H.15197])

Die hier angegebenen Stücke sollen ausschließlich als Orientierungs-Beispiele für den Schwierigkeitsgrad bzw. die pianistische Satzart gelten und sind keineswegs als Wahlpflichtstücke zu sehen. Selbstverständlich liegt es im eigenen Ermessen, auch andere Stücke dieser Art auszuwählen.

Klavier (im Studiengang KA)
(außer bei Hauptfach Klavier, Cembalo, Gitarre und Laute)

- zwei Stücke unterschiedlicher Stilrichtungen und Gattungen
Die Werke müssen fließend und fehlerfrei vorgetragen werden; wesentliche gestalterische Merkmale wie Dynamik, Artikulation und Phrasierung müssen erkennbar sein.
Orientierungsbeispiele für den Schwierigkeitsgrad:
J. S. Bach, zweistimmige Inventionen
J. Haydn, Frühe Sonaten (Henle, Band 1)
R. Schumann, Album für die Jugend
S. Prokofiew, Musique d’enfants
H. G. Allers, Bagatellen
Die KandidatInnen müssen zeigen, dass sie über eine grundlegende Ausbildung am Klavier verfügen. Ein reines Antrainieren von Prüfungsstücken ohne jegliche Vorbildung reicht nicht aus.

Orgel

zwei Werke im Schwierigkeitsgrad von: Acht Kleine Präludien und Fugen von J. S. Bach
Dauer: 10 Minuten

Cembalo

zwei bis drei Stücke aus verschiedenen Stilepochen
Dauer: 10 Minuten

Weitere mögliche instrumentale Pflichtfächer oder Gesang (nach Eignung)

zwei Werke aus verschiedenen Stilepochen
Dauer: 10 Minuten

Gehörbildung

1. Rhythmus: Notation vorgeklopfter Rhythmen in verschiedenen Taktarten
2. Intervalle:
- Benennen vorgespielter Intervalle
- Notation von Intervallen von einem gegebenen Ton
- Intervallreihe
3. Skalen:
- Erkennen und Bezeichnen von Skalen: Dur, 3 Arten von Moll, Ganztonleiter, Pentatonik
- Fehler-Erkennung in Skalen
4. Melodie: Notation einer tonalen Melodie
5 . Akkorde:
- Akkorderkennung: Dreiklänge - Dur, Moll, vermindert, übermäßig- und Dominantseptimakkord (alle Klänge können auch in Umkehrungen vorkommen)
- Akkorde mit hinzugefügten - akkordfremden - Tönen
6 . Hörbeispiel:
Musikhistorische Einordnung, Instrumentation

Allgemeine Musiklehre 1. Tonleitern
Notation von Tonleitern: Dur, 3 Arten von Moll, Ganztonleiter, Pentatonik
2. Intervalle
- Benennen verschiedener Intervalle
- Notation von Intervallen von vorgegebenen Tönen
3. Notation von Tönen von der Subkontra-Oktave bis zur viergestrichenen Oktave
4. Melodie:
- Zu Ende führen eines vorgegebenen Melodieanfangs
- Transposition einer Melodie
5. Harmonik:
- Benennung von Klängen: Dreiklänge - Dur, Moll, vermindert, übermäßig - und Dominantseptimakkord (alle Klänge können auch in Umkehrungen vorkommen); grundstellige leitereigene Vierklänge: kleiner und großer Mollseptim-, großer Durseptim-, verminderter und halbverminderter Septimakkord
- Bildung von Klängen (alle Dreiklänge und Dominantseptimakkord) in angegebenen Tonarten oder von vorgegebenen Tönen aus, auch in Umkehrungen
- Schreiben einer Kadenz mit Hauptstufen
- Einfache Harmonisation einer vorgegebenen Sopranstimme (es genügt die Verwendung der Hauptstufen)
- Akkorderkennung in einem mehrstimmigen Satz (Klaviersatz.) durch Bezeichnung der Klänge mittels Klangbuchstaben

Die oben aufgelisteten Anforderungen sind als Repertoire zu verstehen, aus welchem Aufgabenstellungen hervorgehen können. Die Theorieprüfung ist nur bestanden, wenn beide Teilprüfungen (Gehörbildung und Allg. Musiklehre) mit jeweils mindestens 50 % der Punktzahl bestanden sind.



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B. Jazz

Alle Eignungsprüfungen werden innerhalb einer Combo absolviert. (Dies gilt nicht für das Fach Jazz-Komposition/Arrangement.)

Hauptfachprüfungen  
Jazz-Instrumente (außer Schlagzeug)

Vorspiel von drei vorbereiteten Jazz/Pop-Standards mit Improvisation. Dabei sollten verschiedene Tempi und Charaktere (also etwa: Ballad, Up-Time, Modal, Jazz-Waltz etc.) gewählt werden.
Vorspiel einer vorbereiteten Solo-Transkription
Vorspiel eines Stückes aus einer anderen Musikrichtung
Blattspiel
Dauer: 20-30 Minuten

Jazz- Schlagzeug

Vorspiel von drei Stücken aus der Jazz- oder Popmusik in möglichst unterschiedlichen Tempi. Dabei müssen ternäre und binäre Grooves gespielt werden. In einem Stück sollen "Four-Four" gespielt werden.
Vorspiel einer vorbereiteten Etüde (etwa Wilcoxon)
Vorspiel eines Musikstücks aus einer anderen Musikrichtung
Blattspiel
Dauer: 20 Minuten

Latin Percussion

Vorspiel von drei vorbereiteten Stücken nach Wahl (Latin, Fusion, Jazz). In einem Stück muss ein Solo oder ein „Four-Four“ Chorus enthalten sein. Eine Combo wird gestellt. Die Verwendung einer Begleit-CD ist erlaubt.
Kenntnisse der Grundklänge und Grundrhythmen (inkl. Variationen) auf Congas, Bongos und Timbales.
Vorspiel einer vorbereiteten Solotranskription. Die Noten müssen vorgelegt werden.
Vorspiel eines Musikstücks aus einer anderen Musikrichtung (z.B.: Etüde für kleine Trommel oder traditionelle Folklore)
Blattspiel
Dauer: 20 Minuten

Jazz-Gesang

Vorsingen von drei vorbereiteten Jazz/Pop- Standards (incl. Text und improvisierten Scat-Gesang). Dabei sollen verschiedene Tempi und Charaktere bzw. Stilarten gewählt werden.
Vorsingen eines Stückes einer anderen Musikrichtung (klassisch, Volkslied, Chanson o.ä.; ohne Mikrophon)
Blattsingen
Dauer: 20-30 Minuten

Pflichtfachprüfungen  
Klavierspiel für Jazz ein Stück im Schwierigkeitsgrad etwa von "Childrens' Song" (Chick Corea) oder "Jazz for the young Player" Bd. 1 (Oscar Peterson) oder ein Musikstück aus einer anderen Stilrichtung
ein einfacher Jazz-Standard oder ein Blues (evtl. mit Leadsheetvorlage)
Dauer: 10 Minuten
Allgemeine Musiklehre Analyse einfacher Jazzkadenzen
Erstellen eines einfachen Klaviersatzes nach harmonischer Vorlage
Bestimmung und Notierung von Tonhöhen, Intervallen, Tonarten, Tonleitern, Dreiklängen und Septakkorden mit Umkehrungen etc.
schriftlicher Test, Dauer: 60 Minuten
Gehörbildung Skalen
jazztypische Melodien
Intervalle
Dreiklänge und Umkehrungen
jazztypische Vierklänge
schriftlicher Test (Diktat); Dauer: 60 Minuten


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C. Elementare Musikpädagogik

Aus den folgenden vier Gruppen wird eine Auswahl von Inhalten und Übungen zusammengestellt.

Dauer: ca. 180 Minuten

Pflichtfachprüfungen wie unter A; Pflichtfzusatzfach siehe F.

Hauptfachprüfungen  
Umgang mit der Stimme Singen von Volksliedern
melodische Improvisation
Blattsingen
experimenteller Stimmeinsatz
Rezitation eines Gedichtes
Elementares Musizieren Spiel mit Körperinstrumenten
Umgang mit Percussionsinstrumenten
(freier) Umgang mit dem eigenen Zusatzinstrument
rhythmische und melodische Improvisation
Einsatz von Instrumenten im Zusammenhang mit Lied und Text
experimenteller Umgang mit Klängen
Grundlagen der Bewegung/Kreativer Tanz musikalische Impulse in Bewegung umsetzen
Bewegung im szenischen Spiel
Umgang mit vorgegebenen strukturierten Bewegungsabläufen
Bewegungsimprovisation in Zusammenhang mit Musik, Text, Lied und anderen Inspirationsquellen
Anleitung der Gruppe Klangrealisation einer Geschichte
Gedicht gestalten mit Musik/Bewegung
Liederarbeitung (Bewegung erfinden, Instrumentaleinsatz improvisieren)
Die Gruppenanleitung kann zu Hause erstellt werden.



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D. Zusatzfach und Pflichtzusatzfach

Ein Zusatzfach (nur in Verbindung mit einem Hauptfach aus der Studienrichtung künstlerisch-pädagogische Ausbildung) bzw. Pflichtzusatzfach (bei Hauptfach EMP) wird wie ein Hauptfach geprüft, jedoch mit geringeren Anforderungen und kürzerer Dauer (ca. 15 Minuten).

E. Musikpädagogische Gruppenprüfung

In unvorbereiteten musikpraktischen Gruppenübungen von 60 Minuten und einem anschließenden Gruppengespräch sollen jeweils etwa zwölf Studienbewerber zeigen, dass sie offen sind für vielfältiges kommunikatives und didaktisches Handeln und dass sie sich bewusst für einen pädagogischen Studiengang entschieden haben.

Die Prüfungskommission beurteilt dabei Aspekte wie:
• körperliche Präsenz und nonverbale Kommunikationsfähigkeit
• Offenheit und Experimentierfreude
• spontane musikalische Ausdrucksfähigkeit (Improvisation) mit Körper, Stimme und Instrument
• Beobachtungs- und Reflexionsfähigkeit.

Diese Fähigkeiten gelten als äußerst bedeutsam für künstlerisch-pädagogisches Handeln. Die Ausprägung sagt daher etwas über die pädagogische Eignung der Studienbewerber aus. Die Ergebnisse der Gruppenprüfung werden daher neben den Ergebnissen der Hauptfach- und Pflichtfachprüfungen bei der Vergabe der Studienplätze berücksichtigt.

 

 

Allgemeine Hinweise

Ihre Anmeldung zur Aufnahmeprüfung ist verbindlich. Die Prüfung gilt als abgelegt und nicht bestanden, wenn Sie ohne triftige Gründe nicht zu einem Prüfungstermin erscheinen. Die Gründe müssen dem Prüfungsausschuss unverzüglich schriftlich angezeigt werden. Bei Krankheit ist ein ärztliches Attest vorzulegen.

Die Eignungsprüfung kann im gleichen Studiengang grundsätzlich nur einmal wiederholt werden.

Das Anmeldeformular kann hier heruntergeladen werden.



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